MENU NEWS

Küster im Kirchenkreis Mecklenburg

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Ein Küster geht in Reserve-Ruhestand

Kurz vor dem 2. Advent erreichte uns ein Anruf
von unserem Küstervorstandschef Norbert.

Peter Denker würde am Sonntag, dem 10. Dezember, in seiner Heimatkirche Ganzlin-Gnevsdorf in den Ruhestand verabschiedet werden.
Wer kann dort hinfahren? Er selber war zur Kur. In der Vorweihnachtszeit ist es bei den Küstern schwierig jemanden zu finden, der sich loseisen kann. Alle Gemeinden haben ihre festen Veranstaltungen und die Sonntagsgottesdienste, die begleitet werden müssen. „Keiner kann weg!“, bekamen wir zu hören. Bei uns in Crivitz gibt es am 2. Advent immer einen Adventsmarkt um die Kirche herum. Dieser beginnt erst um 14 Uhr. Axel und ich würden ja gerne fahren, aber mit wem? Christine Schade hatte nun eine Lösung gefunden. Sie schickte ihren Mann mit uns auf die Reise. Er brachte uns pünktlich zu „Peters Kirche“ nach Ganzlin-Gnevsdorf. So wie die Küster halt sind, begrüßte er uns sehr erfreut und staunend vor der Tür. „Ihr kommt- damit habe ich nicht gerechnet.“, sagte er.
Wir waren nicht die einzigen Gäste, Rita war auch da.
Wir erlebten einen schönen, besinnlichen Gottesdienst mit Abendmahl, wo Axel und ich mal nichts machen mussten. Die kleine Dorfkirche war bis auf den letzten Platz von Peters Familie, Gästen und der örtlichen Kirchengemeinde gefüllt. Frau Pastorin Wagner hielt die Predigt mit kurzen, knappen, recht rührenden Dankesworten ohne viel „Tam-Tam“, darum hatte Peter sie gebeten. Nur „ganz ohne“ sollte er nicht davonkommen, ein kleiner Sektempfang mit Kaffee und Häppchen war vorbereitet. Peter bekam aus der Gemeinde ein T-Shirt mit Aufschrift. Er konnte selbst auswählen welchen Küsterspruch er darauf haben möchte. Wir überbrachten einen weihnachtlichen Blumengruß und einen Baumarkt-Gutschein. Mit den besten Wünschen von allen Küstern bedankten wir uns bei ihm für die lange Mitarbeit in unserer AG der Küster, für seine Vorstandstätigkeit und für Zimmer- und Bettenvermittlung in all den Jahren. Leider kann ich nicht sagen, wie viele Jahre es waren, aber Peter wird es wissen.
Die Zeit war viel zu kurz, gerne hätten wir uns die weihnachtliche Kirche noch genauer angesehen oder ein nettes Gespräch geführt, aber es ging nicht. Wir mussten unseren Heimweg antreten. Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Hause, vor allem mit Respekt für unseren Küsterkollegen, der immer ein offenes Ohr und eine helfende Hand für unseren Küsterarbeitskreis hatte. Wir wünschen ihm Gottes Segen und hoffen, dass er uns bei der nächsten Rüstzeit als Gast besuchen wird.

Simona Niemann
KG Crivitz

zurück

Suchfunktion