MENU NEWS

Küster im Kirchenkreis Mecklenburg

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Doberaner Münster

Seit einem Jahr bin ich am Doberaner Münster als Küsterin tätig und war das erste Mal bei der Küsterrüste dabei. Sie fand in diesem Jahr in Güstrow im "Haus der Kirche" statt. Sehr gespannt auf das Programm und neugierig auf die Kollegen und Kolleginnen der Region, machte ich mich auf den Weg.
Mit großem Hallo begrüßten sich die “alten Hasen” und auch die "Neuen" wurden herzlich willkommen geheißen. Der von Küsterpastor Henning Haack für uns gehaltene  Gottesdienst in der wunderschön restaurierten Pfarrkirche stimmte auf die vor uns liegende Woche ein.

Der erste Tag begann fröhlich mit Singen. Das  anschließende Refarat von Militärpfarrer Michael Reis wurde mit großem Interesse verfolgt, gerade auch in Anbetracht der derzeitigen politischen Weltlage und ihren Auswirkungen. Er hatte einen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan begleitet und schilderte uns seine Erlebnisse vor Ort während dieser Zeit.
Ein wenig sorgenvoll, gerade von Kollegen und Kolleginnen der ländlichen Regionen, wurden die Vorträge von Probst Sauermann und  Frau Loheit angehört, deren Thema der Reformprozess "Stadt, Land, Kirche" waren. Zukünftig reduzierte bzw. gestrichene Küsterstellen und geschlossene Kirchen sind die Befürchtungen.
Nach vielen Zahlen und Fakten gab uns dann Herr Griwahn als willkommene Abwechslung Einblicke in seinen handwerklichen Arbeitsalltag, der für unseren Arbeitsbereich  von größter Bedeutung ist:" Die Glocken unserer Kirchen".
Desweiteren erläuterte uns Herr Schäfer die Entstehungsgeschichte und die Tätigkeitsfelder des DEK/BEK, deren Vorsitzender er ist. Herr Wichert, Beauftragter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland beim Landtag und der Landesregierung, berichtete von seiner Arbeit als Kontaktperson zwischen Kirche und Politik .
Eigentlich kein offizielles Thema der Rüste aber dennoch eines, das seinen Raum einnahm war die derzeitige Flüchtlingslage. In diesem Sinne ein kleiner Aufruf an uns alle, den ich persönlich sehr schön und Mut machend finde:
"...Wenn das Unvertraute vertraut wird, löst sich die Angst vor dem Fremden auf. Mehr noch: Wenn die Unterschiede bekannt und geachtet würden, - werden sie zur Quelle einer neuen gemeinsamen Stärke, die das zuvor für unmöglich Gehaltene möglich macht".
Am letzten Tag haben wir Güstrow noch ein wenig näher kennen gelernt und das Krippenmuseum besucht. Die vielfältige und liebevoll betreute Ausstellung in aparter Umgebung hat mich sehr begeistert. Nach einer ebenfalls interessanten Stadtführung steht für mich fest: Güstrow ist auf jeden Fall eine Reise wert! Am Abend konnten wir noch einmal in entspannter Atmosphäre die Rüste Revue passieren lassen und ein wenig  fachsimpeln. Mit dem Reisesegen machten wir uns nach einer gelungenen und informativen Woche am Freitag wieder auf den Heimweg.
Einen herzlichen Dank  nochmals an den Küstervorstand für die Organisation und auf Wiedersehen 2016 in Parchim!

Nadine Miesenburg

zurück

 

 

Suchfunktion