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Küster im Kirchenkreis Mecklenburg

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Pflege von Kronjuwelen

Liebe Pastorinnen und Pastoren,
wissen Sie eigentlich was für „Kronjuwelen“ Sie in ihrer Gemeinde haben?

Dies war die 5. Ausbildungseinheit, die wir seit 2011 ausgebildet haben.
Jede Ausbildungseinheit war toll, hat super mitgearbeitet und mit ihnen zu arbeiten hat uns viel Spaß gemacht.
Diesmal waren wir erstaunt, wie schnell sich die Teilnehmenden in Teil 1 zu einer Einheit zusammen fanden und damit auch bei Gruppenarbeiten auf jeden eingingen und einzelne Gemeinde - „Traditionen“ einarbeiteten. Einfach klasse!
Sie kennen es aus ihrem eigenen Berufsleben sicherlich auch. Man fährt zu einem Konvent, Seminar, kennt einige der Teilnehmenden, hat gewisse Erwartungen und dann: „… kommt es anders als erwartet … oder etwas ganz Unerwartetes tritt ein … oder etwas absolut Neues passiert ...“
Uns geht es nicht anders. Wir sind jedes Mal auf die Teilnehmenden gespannt und neugierig darauf, was uns erwartet. Im Vorfeld wussten wir außer den Namen, dass der größte Teil (2/3) von ihnen erst zwischen 10 und 24 Monaten im Dienst ist. Wir waren also sehr neugierig auf unsere jungen Kolleginnen und Kollegen. Klar haben wir ein Konzept, sind flexibel, haben unsere eigene Gemeinde mit ihren „Traditionen“ und versuchen uns jedes Mal auf die jeweilige Gruppe ein zu stellen. Aber wie heißt es so schön: 1. kommt es anders, 2. als man denkt. Es ist wie „zu Hause“ - jeder Gottesdienst, jede Amtshandlung läuft durch die unterschiedlichen Besucher/innen immer wieder neu ab, manches Mal gibt es Überraschungen mit unseren „U-Boot-Christen“, denen so manches Gefühl für die Liturgie abhanden gekommen ist.
Die Teilnehmenden wurden schnell zu einer Einheit, bekundeten mit ihren Fragen sehr viel Interesse und überraschten uns somit immer wieder positiv.
Zeigten sie uns doch, dass trotz fester Strukturen und altertümlicher Liturgie jeder Gottesdienst zu einem festlichen Ereignis werden kann, an denen junge und alte, kirchennahe und -ferne Menschen gerne teilnehmen, wenn man, gesetzt der Möglichkeiten, Strukturen und Liturgie lockert. Frei nach dem Motto: „Was wäre, wenn Jesus auf Facebook posten würde?“ Wir denken dabei auch oder gerade an „St. Pauli“.
Phillippe zeigte uns, dass alle kirchlichen Mitarbeitenden in vielen Dingen den Mut finden sollten, über ihren eigenen Schatten zu springen, damit die Menschen wieder den Weg in die Kirche finden. 
Die eingebrachten „Traditionen“ wurden besprochen und mit „nach Hause“ genommen.
Wir sehr sich die Teilnehmenden mit ihrem Beruf identifizieren, zeigte uns auch der Begriff „Zuhause“. Einige erzählten, dass es manchmal recht viele und schwierige Gespräche braucht, bis gewisse Dinge (z. B.: Umgang mit Kollekten, Feuerlöschdecke) geändert oder andere Pfade begangen werden können. Aber alle waren sich einig: Der Weg ist das Ziel!
Alle Hausaufgaben waren ausführlich und einige fanden sogar Zeit, zusätzliche, die wir nicht eingefordert hatten, abzugeben. Diese Premiere irritierte uns nur kurz. Irritierender war schon die Mitteilung, „Wir kommen erst nach 20 Uhr zum Austausch, wir müssen noch arbeiten.“ Zeigt es einmal mehr, für diese Küster/ innen ist es kein Job, sondern ein Beruf aus Berufung!
Nach acht Stunden intensiven Zuhörens und Mitarbeitens – wurden in Teil 2 doch u. a. so trockene Themen wie Bauwesen, Struktur der Nordkirche behandelt – setzten sie sich in ihren Gruppen zusammen, um sich gemeinsam aufs Kolloquium vorzubereiten. Unsere Hochachtung!
Auch während des Kolloquiums haben sie uns, wie man auf neudeutsch sagt: „geflasht“!
Sie waren sehr gut vorbereitet und haben selbstständig dazu Dinge eingearbeitet, die uns (Prüfungskommission) teilweise sprachlos machten.
Dieser Zusammenhalt, das sich schnelle Zusammenfinden zu einer lebhaften Einheit, die vielen sinngebenden Fragen, dabei immer den Blick über den Tellerrand zu behalten (z. B.: Tipps zur Arbeitssicherheit für die Kollegen zu Hause, die nichts mit dem Küsterdienst zu tun haben!) und das gemeinsame Lachen, lässt folgende Bitte von uns an Sie aufkommen: „Bitte pflegen Sie Ihre „Kronjuwelen“ - Ihre Küsterinnen und Küster gut. Sie haben jeder einen besonderen wertvollen Diamanten in Ihrer Gemeinde!“ 

 

 

Den kirchlich anerkannten Küsterinnen und Küster 2014/15 gratulieren wir herzlich zu ihrem Abschluss und wünschen ihnen, dass der Segen Gottes sie bei ihrer Arbeit begleitet.

Auf die nächste Grundausbildung 2015/ 16 (Teil 1 vom 12. bis 14. Oktober und Teil 2 voraussichtlich im März 2016) freuen wir uns schon jetzt, da sich dazu auch Kolleginnen und Kollegen aus den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern angemeldet haben. Es sind noch Plätze vorhanden.

Nähere Informationen dazu sind auf unserer Homepage:
www.küster-nordkirche.de zu finden oder direkt bei Marion Ratzlaff-Kretschmar, Tel.: 043 51 – 8 57 41 oder
Marion-Ratzlaff-Kretschmart-online.de.

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