20 | 05 | 2012

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Stille Helfer im Hintergrund

44 Küster trafen sich in Serrahn
(kiz/mv) - Pastoren kommen und gehen - Küster bleiben. Sie seien das bleibende Gesicht vor Ort und das sollte auch künftig so sein, sagte Landesbischof Andreas von Maltzahn bei der Küsterrüste in Serrahn. Die 44 Küster aus Mecklenburg hatten viele Fragen an ihn und OKR Andreas Flade - besonders natürlich: was wird aus den Küsterstellen, wenn die Nordkirche kommt? Werden die hauptamtlichen Stellen dann noch weniger werden?
Sie habe "ein wenig Angst, dass unser Berufsstand in einer großen Nordkirche untergehen könnte" und dass noch mehr Stellen nur noch ehrenamtliche werden. Neben den "Informationen aus der Landeskirche mit Bischof und OKR standen viele weitere Themen auf dem Plan der 15. Küsterrüste vom 20. bis 24. Oktober: Dienst am Altar, Bibeldrama am Beispiel vom barmherzigen Samariter, Singestunden mit Kantor Fitz Abs aus Parchim und Gesangbuchliederbetrachtungen, Beicht- und Abendmahlsgottesdienst, Wartung von Glockenanlagen mit Udo Griwahn aus Grimmen.
15 Jahre Küster Arbeitsgemeinschaft - damit der erste Berufsverband innerhalb der mecklenburgischen Landeskirche, der sich gründete - war auch Grund für einen Rückblick auf die Arbeit, den Vorstandsvorsitzende Christine Schade aus Crivitz gab. Die jährliche Küsterrüste sei eine Tankstelle für Leib, Seele und Geist, so Schade. Küster seien meist Alleinkämpfer in der Gemeinde und so sei es wichtig, hier Gemeinschaft zu erfahren, sich weiterzubilden und auszutauschen. Für praktische Themen wie "Schmücken des Altars" seien früher Referenten gebeten worden, aber "wir haben festgestellt, dass Küster aus unserem Kreis das besser können", sagte Frau Schade unter großer Zustimmung aus dem Plenum Ein "schwarzes Jahr" sei 1999 gewesen, als durch die Strukturplanungen in der Landeskirche auch Stellenreduzierungen bei den Küstern anstanden. "Da schlugen die Emotionen hoch, viele Tränen sind geflossen."
2002 half die AG Küster in Mecklenburg, in Pommern eine Küster-Arbeitsgemeinschaft zu gründen. "Wir wollten so viel gemeinsam machen", so Christine Schade, aber der Kontakt ist völlig abgebrochen". Das habe sicher mit der "Entlobung" der beiden evangelischen Kirchen in Mecklenburg und Vorpommern zu tun, bedauerte sie. 2006 habe der Kontakt aufgehört. Einmal im Jahr erscheint ein Küsterrundbrief, den Uta Fronk herstellt. Er wird an über 430 Küster verschickt.
Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung Nr. 44