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Küster im Kirchenkreis Mecklenburg

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Liebe Küsterinnen und Küster,

es ist gut, Nachbarn zu haben, die aufpassen. Wir haben solche Nachbarn. Wenn wir nicht da sind und irgendetwas bei uns an der Wohnung oder im Hof hinter dem Haus nicht in Ordnung zu sein scheint, kümmern die sich. Das zu wissen, beruhigt. Ich wünsche jedem solche Nachbarn!

Ein Teil Ihrer Arbeit als Küsterinnen und Küster ist es aufzupassen: Ist irgendetwas nicht in Ordnung? Entsteht irgendwo eine Gefahr? Ist an irgendeiner Stelle etwas zu Bruch gegangen, das repariert werden muss? – Es ist ein Glück für eine Gemeinde, wenn sie Menschen hat, die den Blick dafür haben! Es ist noch besser für eine Gemeinde, wenn sich Menschen als Küsterinnen und Küster regelrecht dafür zuständig wissen. Manchmal muss aber jemand, der etwas bemerkt, das nicht so ist, wie es sein sollte, länger anmahnen, dass etwas unternommen wird, um die Gefahr oder den Fehler abzustellen. Manchmal muss derjenige oder diejenige nerven, damit etwas geschieht. Das ist keine dankbare Aufgabe!
Aber dennoch ist der Berufsauftrag wachsam zu sein ungemein wichtig. Er kann ernsthaften Gefährdungen vorbeugen und Schlimmes verhindern. Und es gehört meist auch einige Erfahrung dazu zu erkennen, wo auf etwas hingewiesen oder vor etwas gewarnt werden sollte. Diese Erfahrung entwickelt sich vor allem bei Küsterinnen und Küstern, die länger im Dienst sind.
Ich empfinde es als etwas Besonderes, dass ich seit vergangenem Oktober als Pastor für Sie da sein darf und mit Ihnen zusammenarbeiten kann. Damit unterstütze ich einen Berufsstand in unserer Kirche, der nicht im Rampenlicht steht, der aber große Bedeutung für eine möglichst reibungslose und ungefährdete Arbeit unserer Kirche hat. Außerdem macht mir die Zusammenarbeit mit Ihnen Freude, weil Küsterinnen und Küster viel vom wirklichen Leben in unserer Kirche wissen – und auf der Rüstzeit im Oktober letzten Jahres habe ich gemerkt, dass mir die Gemeinschaft mit Ihnen eine Menge gibt.

Ich wünsche Ihnen Segen für alle Ihre Aufgaben! Seien Sie wie gute Nachbarn und lassen Sie sich nicht entmutigen! Wenn Sie nerven müssen, weil es nicht so vorangeht, wie Sie sich das wünschen, seien Sie trotzdem geduldig!

Herzliche Grüße,
Ihr Andreas Flade

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