MENU NEWS

Küster im Kirchenkreis Mecklenburg

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Die Küsterrüste in Güstrow vom 14.-18. Oktober 2019

Als Rentner nach einem Umzug suchte ich in meiner neuen Gemeinde eine Aufgabe.
Zur Schwaaner Gemeinde gehören noch 3 Dorfkirchen und eine Kapelle. Die Dorfkirche in Wiendorf hatte einen frisch gegründeten Förderverein, und dem trat ich bei. So lernte ich die Situation der Kirche kennen und übernahm auch das vakante Küsteramt. Und wie das so ist, ein Dorf ist nicht das Zentrum, und die im Ort wohnenden Mitglieder des Fördervereins waren auch nicht Kirchenmitglied.
So war ich trotz aller Gemeinschaft doch etwas allein und kam mit ziemlicher Vorfreude zur Küsterrüste.
Ich wurde nicht enttäuscht.
Ein kleiner Satz an der Hoftür gab mir gleich das Gefühl der Zugehörigkeit. Es war auch leicht, mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen.
Es hat mich beeindruckt, wie engagiert alle waren und ich fühlte mich darin bestätigt, dass ein guter Küster neben praktischen und organisatorischen Aufgaben eine lebendige Beziehung zum geistlichen Geschehen in seiner Kirche haben muss und dabei vielen Menschen begegnet. Ich konnte von  meiner Arbeit erzählen und auch Beiträge zu den Gesprächen liefern. Dafür bedanke ich mich sehr.
Wir hatten ein umfangreiches Programm:
Einen Gottesdienst am ersten Abend und die Morgenandachten im Güstrower Dom. Der Weg am Wall entlang war schön.
Die Tagesthemen waren Altargestaltung, Glockenwartung, geöffnete Kirchen, Kirchenasyl, Arbeitsrecht und Versicherungen, Reinigung mit modernen Geräten. Alles war gut vorbereitet, ich habe gerne zugehört.
Am vorletzten Tag besuchten wir das Orgelmuseum in Malchow  und am Abend zur Entspannung und zum Ausruhen den Film "Ich war noch niemals in New York". Oberkirchenrat i.R. Flade aus Schwerin hatte für seine Bibelarbeit das Thema "Taufe" gewählt und zum Abschluss der Tagung den "Kämmerer aus dem Morgenland", Apg.  Kap 8 wo es zum Schluss heißt "…..und er zog seine Straße fröhlich", nun wieder allein.
Die Art, wie wir uns voneinander verabschiedeten, war mir neu: Ein offener Kreis, in dem einer nach dem anderen, innen entlanggehend, die Möglichkeit hatte, sich von jedem zu verabschieden. So konnte zum Schluss jeder seinen Weg ohne Verzögerung starten.
Ein herzlicher Dank allen, die an der Gestaltung beteiligt waren! Jetzt werde ich erst einmal die Zeit des Stillsitzens und den Appetit auf die sehr schmackhaften Mahlzeiten etwas reduzieren und gerne etwas tun, denn die  Arbeit eines Küsters ist nützlich, sinnvoll und erfüllend.

Gruß und frohe Tage!
Edith Bendin

zurück

Suchfunktion