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Küster im Kirchenkreis Mecklenburg

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Küsterrüste 2018 in Parchim

Nach einem Gottesdienst im August sagte mir meine Pastorin Frau Kittel: „Ich habe Sie zur Küsterrüste vom 15. bis 19. Oktober nach Parchim angemeldet“. Fahren Sie mal dahin, das wird Ihnen gefallen.
Im Internet habe ich mir die ersten Informationen geholt.
25 Jahre gibt es die Arbeitsgemeinschaft der Küster im Kirchenkreis Mecklenburg. Also ein großes Jubiläum. Und ich darf dabei sein.
Ich muss dazu sagen, dass ich erst seit Januar 2018 Küsterin in Boltenhagen bin. Und dann schon zu einer Fortbildung? Was erwartet mich dort? Wie werde ich aufge-nommen?
Also fuhr ich am 15. Oktober nach Parchim ins Edith-Stein-Haus. Ich war gespannt.
Meine Bedenken waren umsonst. Da ich schon Ulrike Flügel kannte, wurde ich mit großem Hallo „da kommt Brigitte aus Boltenhagen“ vorgestellt. Welche Begrüßung! Nach dem Kaffeetrinken und der Zimmerbelegung ging es gleich weiter:
Vorstellungsrunde mit Kassen- und Rechenschaftsbericht.
Nach dem Abendessen wurde ein Gottesdienst in der Hauskapelle abgehalten.
Puh, der erste Tag war geschafft.
Unter der Leitung von Frau Stoepker widmeten wir uns am Dienstag dem Thema
Aufbau der KKV im Kirchenkreis, nicht ohne vorher mit dem Kantor gesungen zu haben. Er hat uns die Kirchenmusik näher erklärt und ich habe wieder dazugelernt.
Frau Piening führte uns durch das Thema Klimaschutz in unseren Kirchen und Gemeinden. Wir waren alle erstaunt, wo und wie wir Energie sparen können. Nur alleine bei der Beleuchtung in der Kirche können die Sparmaßnahmen enorm sein. Auch die Kirchen- und Gemeindehäuser im Winter umweltfreundlich warm zu bekommen, ist zum Thema geworden.
Am Mittwoch war der Erste-Hilfe-Kurs angesagt. Wir verbanden nicht nur Finger und Köpfe, sondern lernten auch das Verhalten bei Unfällen und wie wir in Notsituationen den Überblick behalten. Es lag mal einer auf dem Boden oder ein anderer von uns wurde in die „Stabile Seitenlage“ gerollt. Diese Schulung fand ich sehr wichtig. Wir hoffen, dass keiner von uns mal in die Lage des „Helfers“ kommt. Nach diesem Tag sind wir nun vorbereitet und können als Ersthelfer agieren.
Am Abend lernten wir noch, wie man einen Adventskranz bindet und schmückt. Es klappte schon recht gut. Der Advent kann kommen.
Der Donnerstag begann mit einer Bibelarbeit, die uns Herr OKR i.R. Andreas Flade nahe brachte.
Danach kam das Thema: 25 Jahre Küsterarbeit. Ich war überwältigt von der bisher geleisteten Arbeit. Als „Neuling“ staunte ich über die Anfänge und Entwicklung der Arbeitsgemeinschaft, die sich für ihre Küster und Küsterinnen einsetzt. Durch die regelmäßige Zusammenarbeit ist im Laufe der Jahre eine starke Gemeinschaft geworden.
Nach dem Mittagessen besichtigten wir die Kirchen in Suckow, Marnitz und Slate. Die kleinen Dorfkirchen zeigten uns, wie man den Gottesraum mal anders gestalten kann. Einiges gefiel mir und etwas anderes war nicht so mein Geschmack.
Sehr beeindruckt hat uns alle das alte Küsterehepaar in Slate. Wir merkten sofort, dass sie mit über 80 Jahren in ihrem Amt aufgehen. Mit vielen kleinen Anekdoten erzählten sie uns einiges aus ihrem Küsterleben. Vom Krieg und von der Wende. Die Liebe der beiden zueinander hat mich sehr bewegt.
Ein Theaterbesuch in Parchim rundete den Tag ab. Thema: Ein weißes Bild auf einer weißen Fläche.
Freitag:
Am Freitag gab es eine Abschlussrunde, in der jeder seine Erfahrung der letzten Tage einbringen konnte. Auch wurden Vorschläge und Ideen für die nächste Rüste gesammelt.
Anschließend verabschiedete uns Herr OKR i.R. Andreas Flade mit einem Reisesegen.
Mit einer Träne in den Augen (ich bin so sehr am Wasser gebaut) fuhr ich wieder nach Hause.

Täglich vor dem Frühstück und nach dem Abendbrot kamen wir zu einer Andacht in der Hauskapelle zusammen. Das gab uns Ruhe und Stärke. Wir haben es alle genossen, nicht auf die Anordnung der Blumen, des Altartuches, der Kerzen oder evtl. Spinngewebe zu achten. Es waren UNSERE Andachten, auf die wir uns immer einlassen konnten.

Ein großes Dankeschön an den Küstervorstand und an alle, die diese Küsterrüste vorbereitet und gestaltet haben.
Da ich ja „Neuling“ bin, bitte ich zu entschuldigen, dass ich nicht alle mit Namen aufzähle.
Natürlich bekamen wir auch Essen und Trinken. Danke an das Team des Edith-Stein-Hauses für die gute Betreuung.

Es war für mich ein Erlebnis, an das ich noch lange denken werde.
Vielen Dank. Bis zur nächsten Küsterrüste, die diesmal in Güstrow sein wird.

Eure Brigitte Arlt

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