MENU NEWS

Küster im Kirchenkreis Mecklenburg

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Kleine Veränderungen – größere Auswirkungen

Mein Herz zitterte heftig vor der Klausurtagung. Hatten Tobias und ich an alles gedacht? Immerhin vertraten wir diesmal offiziell Jochen Papke, der wegen einer Erkrankung nicht teilnehmen konnte.

Die Ankunft in Güstrow war für alle ab 17 Uhr geplant, so dass wir um 16:30 Uhr da sein wollten (und waren), um die Teilnehmenden zu begrüßen. Der größte Teil von ihnen war lange vor 17 Uhr vor Ort, so dass sie uns begrüßten, statt umgekehrt. Alle waren motiviert und frohen Mutes bei Sonnenschein angereist. Ich nahm dies als gutes Zeichen für den Verlauf unserer Klausurtagung, und wie sich herausstellte, hatte sich unsere intensive Vorbereitung gelohnt und wurde belohnt.

Herr Thoms begrüßte uns freundlich und herzlich und stellte während des Abendessens das Haus der Kirche „Sibrand Siegert“ in Güstrow vor.

Von 19 bis 21 Uhr wurde intensiv gearbeitet. Hatten Tobias und ich noch vor der Tagung Angst, dass wir zu viele Themen auf Sonntagabend gelegt hatten, zeigten uns die Berufsgruppensprecher/innen, dass sie ihre Unterlagen gelesen und sich Gedanken gemacht hatten, wo sie uns unterstützen könnten. Egal ob es um die Terminplanung 2018, die Vorbereitung des Küstertages am 29. Oktober 2018 in Hamburg, die Datenerfassung der Küster in der Nordkirche oder sonstige Unterstützung des Vorstandes ging, wir brauchten bei den offenen Punkten nur Namen oder Ideen zu vermerken und besprechen. Mein Herz wurde merklich ruhiger.

Nach einem lustigen Abend im Kaminzimmer wurde Montagmorgen nach einem Sektfrühstück (Gudrun hatte Ge-burtstag) fröhlich und konstruktiv weiter gearbeitet. 

Alle Tagesordnungspunkte wurden erledigt! Ob alle zufrieden waren, weiß ich nicht. Ich weiß nur, Tobias und ich waren zufrieden und hatte mit so viel Unterstützung nicht gerechnet. Herzlichen Dank an alle dafür.

Nachmittags kamen vier Mitglieder des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft der Küster im Kirchenkreis Mecklenburg dazu. Fragen – Wünsche war die Überschrift. Alle waren nach der Vorstellungsrunde wunschlos glücklich, so dass eine Stille eintrat wie in einer Kirche.

Gott sei Dank waren wir vorbereitet. Wir hatten Karten mit den Stichpunkten: Gerechtigkeit – Lebensmut – Teilen – Sehnsucht – Vertrauen – Feiern – Begegnen – Liebe – mitgebracht. Jeder zog sich verdeckt eine Karte und teilte uns jetzt seine Gedanken dazu mit. Dabei ging es nicht nur um den Küsterdienst jetzt und in Zukunft – auch private Gedanken flossen mit rein – die Veränderungen und geplanten Reformen der Kirche – Allgemeines – wurden an- und ausgesprochen. Dabei verging die Zeit wie im Flug. 

Zwischen Kaffeetrinken und der „Generalprobe“ für den Küstertag wurde ein Gruppenfoto gemacht. Vorm Mittagessen hatten wir auch schon ein Gruppenfoto der Berufsgruppensprecher/innen gemacht. Während wir beim Mittagessen feststellten, dass eine Dame sich verspätet hatte.

Auf die „Generalprobe“ möchte ich hier nicht weiter eingehen. Nur so viel: die geplanten Aktionen zeigten deutlich, so unterschiedlich der Küsterdienst in den einzelnen Kirchenkreisen/Kirchengemeinden bewertet wird, die Interessen, Anforderungen an uns sind alle gleich.

Wir hatten viel Spaß, staunten und lachten und freuen uns darauf, den Küstertag unter dem Motto „Ich träume eine Kirche“ und die Aktion „Über 7 Brücken musst du gehen“ mit so vielen Küsterinnen und Küstern wie möglich zu feiern.

Nach der Abendandacht feierten wir den Geburtstag von Gudrun.

Am Dienstagmorgen verabschiedeten wir uns von Herrn Thoms und seinen Mitarbeitenden mit einem lachenden und einem weinenden Augen. Wir fühlten uns gut aufgenommen und werden sicherlich wiederkommen.

Um 9:30 Uhr wartete der kirchlich anerkannte Küster Dominic Scholz der Pfarrkirchengemeinde St. Marien auf uns. Gemeinsam mit Eva Steinhaus, Kirchengemeinderatsmitglied, und dem Kirchenmusiker i.R. Wolfgang Leppin feierten wir eine Andacht, in der uns gezeigt wurde, wie ein Wandelaltar funktioniert. Für die, die es nicht kannten, war es ein eindrucksvoller Tagesbeginn.

Anschließend ging es ins warme Gemeindehaus, wo wir heißen Kaffee und Tee bekamen und uns mit Dominic weiter austauschen konnten. 

Nach zwei Stunden und einem Segen machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg in die heimatlichen Kirchengemeinden, in denen wir – wie die Handys gezeigt hatten – schon sehnsüchtig erwartet wurden. Es ist so: „Ohne Küster wird es düster“.

Marion Ratzlaf-Kretschmar
1. Vorsitzende im Arbeitskreis
der Küster in der Nordkirche

zurück

Suchfunktion