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Küster im Kirchenkreis Mecklenburg

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

KAVO-MP

§ 1 Geltungsbereich
§ 2 Arbeitsvertrag, Nebenabreden, Probezeit
§ 3 Allgemeine Arbeitsbedingungen
§ 4 Versetzung, Abordnung, Zuweisung
§ 5 Fort- und Weiterbildung
§ 6 Regelmäßige Arbeitszeit§ 7 Sonderformen der Arbeit
§ 8 Ausgleich für Sonderformen der Arbeit
§ 9 Bereitschaftszeiten
§ 10 Arbeitszeitkonto und Langzeitkonto
§ 11 Eingruppierung
§ 12 Eingruppierung in besonderen Fällen
§ 13 Vorübergehende Ausübung einer höherwertigen Tätigkeit
§ 14 Tabellenentgelt
§ 15 Stufen der Entgelttabelle
§ 16 Allgemeine Regelungen zu den Stufen
§ 17 Kinderbezogener Entgeltbestandteil
§ 18 Erschwerniszuschläge
§ 19 Jahressonderzahlung
§ 20 Bemessungsgrundlage für die Entgeltfortzahlung
§ 21 Entgelt im Krankheitsfall
§ 22 Vermögenswirksame Leistungen
§ 23 Jubiläumszuwendung
§ 24 Sterbegeld
§ 25 Berechnung und Auszahlung des Entgelts
§ 26 Betriebliche Altersversorgung
§ 27 Beschäftigungssicherung
§ 28 Erholungsurlaub
§ 29 Zusatzurlaub
§ 30 Arbeitsbefreiung
§ 31 Sonderurlaub
§ 32 Befristete Arbeitsverträge
§ 33 Beendigung des Arbeitsverhältnisses ohne Kündigung
§ 34 Kündigung des Arbeitsverhältnisses
§ 35 Außerordentliche Kündigung
§ 36 Zeugnis
§ 37 Ausschlussfrist
§ 38 Reisekosten
§ 39 Forderungsübergang bei Dritthaftung
§ 40 Sonderregelung für Mitarbeiter als Lehrkräfte
§ 41 Sonderregelung für Mitarbeiter im gemeindepädagogischen Dienst
§ 42 Sonderregelung für Mitarbeiter im kirchenmusikalischen Dienst
§ 43 Sonderregelung für Mitarbeiter im Küsterdienst
§ 44 Regelung zum Besitzstand
§ 45 In-Kraft-Treten

Anlage 1 „Anstellungsvoraussetzung Kirchenmitgliedschaft“
Anlage 2 „Arbeitszeitkonto“
Anlage 3 „Langzeitkonto“
Anlage 4 „Eingruppierungsordnung“

Verzeichnis
A. Grundsätze
B. Tätigkeitsmerkmale für bestimmte Mitarbeitergruppen
1. Archiv-, Bibliotheksdienst
2. Diakone/Gemeindepädagogen
3. Friedhofsdienst
4. Gemeindlicher Verwaltungsdienst
5. Hauswirtschaftsdienst
6. Kirchenmusikalischer Dienst
7. Kranken- und Pflegedienst
8. Küsterdienst/Hausmeisterdienst
9. Sozial- und Erziehungsdienst
C. Allgemeine Tätigkeitsmerkmale
Anlage 5 "Entgelttabelle"
Anlage 6 "Beschäftigungssicherung
Anlage 7 "Orientierungsrahmen - Arbeitszeit Gemeindepädagogen"

 

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Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg–Pommern

KAVO-MP vom 9. November 2012

§ 1 Geltungsbereich

(1) Die Kirchliche Arbeitsvertragsordnung gilt für die Mitarbeiter, die in einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis zum Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg oder zum Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, zu Kirchengemeinden sowie kirchlichen Körperschaften öffentlichen Rechts und deren rechtlich unselbstständigen Diensten, Werken und Einrichtungen im Gebiet der beiden Kirchenkreise beschäftigt sind.

(2) Die Kirchliche Arbeitsvertragsordnung gilt auch für Lehrkräfte und Lehrbeauftragte an Schulen sowie privatrechtlich beschäftigte Pastoren, soweit für diese nicht etwas anderes bestimmt ist.

(3) Diese Kirchliche Arbeitsvertragsordnung gilt nicht für

a) Mitarbeiter, die ein über das Tabellenentgelt der Entgeltgruppe 15 hinausgehendes regelmäßiges Entgelt erhalten,
b) Auszubildende, Schüler in der Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Entbindungspflege und Altenpflege,
c) Personen, die für einen festen begrenzten Zeitraum ausschließlich oder überwiegend zum Zwecke ihrer Vor- oder Ausbildung beschäftigt werden, insbesondere Volontäre sowie Praktikanten,
d) Leiharbeitnehmer,
e) geringfügig Beschäftigte im Sinne von § 8 Absatz 1 Nr. 2 SGB IV (kurzfristig Beschäftigte),
f) Mitarbeiter, deren Leistungsfähigkeit infolge einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung beeinträchtigt ist und deren Rehabilitation oder Resozialisierung durch Beschäftigungs- und Arbeitstherapiemaßnahmen angestrebt wird.

(4) Personen- und Funktionsbezeichnungen in dieser Kirchlichen Arbeitsvertragsordnung gelten in der jeweils weiblichen und männlichen Form.

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§ 2 Arbeitsvertrag, Nebenabreden, Probezeit

(1) Der Arbeitsvertrag wird schriftlich abgeschlossen; dem Mitarbeiter ist eine Ausfertigung auszuhändigen.

(2) Mehrere Arbeitsverhältnisse zu demselben Dienstgeber dürfen nur begründet werden, wenn die jeweils übertragenen Tätigkeiten nicht in einem unmittelbaren Sachzusammenhang stehen. Andernfalls gelten sie als ein Arbeitsverhältnis.

(3) Nebenabreden sind nur wirksam, wenn sie schriftlich vereinbart werden. Sie können gesondert gekündigt werden, soweit dies einzelvertraglich vereinbart ist.

(4) Die ersten sechs Monate der Beschäftigung gelten als Probezeit, es sei denn, dass im Arbeitsvertrag auf eine Probezeit verzichtet oder eine kürzere Probezeit vereinbart worden ist. Innerhalb der Probezeit kann der Arbeitsvertrag mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsschluss gekündigt werden. Bei Übernahme von Auszubildenden im unmittelbaren Anschluss an das Ausbildungsverhältnis in ein Arbeitsverhältnis beim selben Dienstgeber entfällt die Probezeit.

§ 3 Allgemeine Arbeitsbedingungen

(1) Die Mitarbeiter haben in verschiedenen Diensten in gemeinsamer Verantwortung teil an der Erfüllung des kirchlichen Auftrages zur Verkündigung des Evangeliums in Wort und Tat. Ihr gesamtes Verhalten im Dienst und außerhalb des Dienstes muss der Verantwortung entsprechen, die sie als Mitarbeiter im Dienst der Kirche übernommen haben.

(2) Die berufliche Mitarbeit in der evangelischen Kirche setzt die Zugehörigkeit zu einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland voraus. In begründeten Ausnahmefällen kann davon nach Maßgabe der Anlage 1 „Anstellungsvoraussetzung Kirchenmitgliedschaft“ abgewichen werden. Ein Kirchenaustritt oder Übertritt zu einer anderen Religionsgemeinschaft ist unverzüglich anzuzeigen.

(3) Der Dienstgeber ist berechtigt, von Mitarbeitern in der Kinder- und Jugendarbeit und in kinderund jugendnahen Tätigkeiten ein erweitertes Führungszeugnis nach § 30a Absatz 1 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) zu verlangen. Die Begründung eines Arbeitsverhältnisses in der Kinder- und Jugendarbeit und in kinder- und jugendnahen Tätigkeiten setzt die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nach § 30a Absatz 1 BZRG voraus. Die Kosten nach Satz 1 trägt der Dienstgeber, die Kosten nach Satz 2 der Bewerber.

(4) Umfang und Art der Dienstpflichten des Mitarbeiters ergeben sich aus dem Arbeitsvertrag, aus den kirchlichen Gesetzen, Ordnungen und sonstigen Bestimmungen.

(5) Der Mitarbeiter hat dienstlichen Anordnungen nachzukommen. Beim Vollzug einer dienstlichen Anordnung trifft die Verantwortung denjenigen, der die Anordnung gegeben hat. Der Mitarbeiter hat Anordnungen, deren Ausführung – ihm erkennbar – den Strafgesetzen zuwiderlaufen würde, nicht zu befolgen.

(6) Der Mitarbeiter hat über alle vertraulichen dienstlichen Angelegenheiten und Vorgänge, die ihm im Rahmen der Tätigkeit zur Kenntnis gelangt sind, Verschwiegenheit zu wahren; dies gilt auch über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinaus.

(7) Der Mitarbeiter darf von Dritten Geld, Belohnungen, Geschenke, Provisionen oder sonstige Vergünstigungen in Bezug auf seine Tätigkeit nicht annehmen. Ausnahmen sind nur mit Zustimmung des Dienstgebers möglich. Werden dem Mitarbeiter derartige Vergünstigungen angeboten, hat er dies dem Dienstgeber unverzüglich anzuzeigen. Geschenke, die das herkömmliche Maß nicht überschreiten, darf der Mitarbeiter annehmen.

(8) Nebentätigkeiten gegen Entgelt hat der Mitarbeiter seinem Dienstgeber rechtzeitig vorher schriftlich anzuzeigen. Der Dienstgeber kann die Nebentätigkeit untersagen oder mit Auflagen versehen, wenn diese geeignet ist, die Erfüllung der arbeitsvertraglichen Pflichten des Mitarbeiters oder berechtigte Interessen des Dienstgebers zu beeinträchtigen.

(9) Der Dienstgeber ist bei begründeter Veranlassung berechtigt, den Mitarbeiter zu verpflichten, durch ärztliche Bescheinigung des Betriebs- oder Vertrauensarztes nachzuweisen, dass er zur Leistung der arbeitsvertraglich geschuldeten Tätigkeit in der Lage ist. Die Kosten dieser Untersuchung trägt der Dienstgeber.

(10) Der Mitarbeiter hat ein Recht auf Einsicht in seine vollständigen Personalakten. Er kann das Recht auf Einsicht auch durch einen hierzu schriftlich Bevollmächtigten ausüben lassen. Er kann Auszüge oder Kopien aus seinen Personalakten erhalten.

(11) Für die Schadenshaftung des Mitarbeiters finden die beamtenrechtlichen Bestimmungen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland entsprechende Anwendung.

§ 4 Versetzung, Abordnung, Zuweisung

(1) Der Mitarbeiter kann aus dienstlichen oder betrieblichen Gründen versetzt oder abgeordnet werden. Soll der Mitarbeiter an eine Dienststelle oder einen Betrieb außerhalb des bisherigen Arbeitsortes versetzt oder voraussichtlich länger als drei Monate abgeordnet werden, so ist er vorher zu hören.

(2) Dem Mitarbeiter kann im dienstlichen oder betrieblichen Interesse mit seiner Zustimmung vorübergehend eine mindestens gleich vergütete Tätigkeit bei einem anderen kirchlichen oder diakonischen Dienstgeber zugewiesen werden. Die Zustimmung kann nur aus wichtigem Grund verweigert werden. Die Rechtsstellung des Mitarbeiters bleibt unberührt. Bezüge aus der Verwendung nach Satz 1 werden auf das Entgelt angerechnet.

(3) Werden Aufgaben des Mitarbeiters zu einem Dritten verlagert, ist auf Verlangen des Dienstgebers bei weiter bestehendem Arbeitsverhältnis die arbeitsvertraglich geschuldete Arbeitsleistung bei einem Dritten zu erbringen (Personalgestellung). § 613 a BGB sowie gesetzliche Kündigungsrechte bleiben unberührt.

Erläuterung:

Abordnung: Abordnung ist die vom Dienstgeber veranlasste vorübergehende Beschäftigung bei einer anderen Dienststelle oder einem anderen Betrieb desselben oder eines anderen Dienstgebers unter Fortsetzung des bestehenden Arbeitsverhältnisses.

Versetzung: Versetzung ist die vom Dienstgeber veranlasste, auf Dauer bestimmte Beschäftigung bei einer anderen Dienststelle oder einem anderen Betrieb desselben Dienstgebers unter Fortsetzung des bestehenden Arbeitsverhältnisses.

Zuweisung: Zuweisung ist - unter Fortsetzung des bestehenden Arbeitsverhältnisses - die  vorübergehende Beschäftigung bei einem Dritten im In- und Ausland, bei dem der Allgemeine Teil dieser KAVO nicht zur Anwendung kommt. Eine Zuweisung kommt in den Fällen in Betracht, in denen eine Abordnung nicht möglich ist.

Personalgestellung: Personalgestellung ist - unter Fortsetzung des bestehenden Arbeitsverhältnisses - die auf Dauer angelegte Beschäftigung bei einem Dritten. Die Modalitäten der Personalgestellung werden zwischen dem Dienstgeber und dem Dritten vertraglich geregelt.

§ 5 Fort- und Weiterbildung

(1) Der Mitarbeiter ist berechtigt und verpflichtet, seine Kenntnisse und Fähigkeiten durch berufliche Fortbildung aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln. Der Dienstgeber ist verpflichtet, hierfür entsprechende Voraussetzungen zu schaffen.

(2) Näheres regelt das Kirchengesetz über die Fortbildung in der jeweils geltenden Fassung.

(3) Bis zum Inkrafttreten des Kirchengesetzes nach Absatz 2 gilt § 59 Satz 2 Überleitungsbestimmungen Teil 1 des Einführungsgesetzes zur Verfassung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland vom 7. Januar 2012 entsprechend mit der Maßgabe, dass an die Stelle der Bestimmungen des KAT jeweils die Bestimmungen dieser KAVO treten.

§ 6 Regelmäßige Arbeitszeit

(1) Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt ausschließlich der Pausen für vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter durchschnittlich 39 Stunden wöchentlich. Die Arbeitswoche beginnt am Sonntag um 0.00 Uhr und endet am Sonnabend um 24.00 Uhr. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit wird in der Regel auf fünf Tage verteilt; aus notwendigen dienstlichen Gründen kann eine Verteilung auf höchstens sechs Tage in der Woche erfolgen.

(2) Für die Berechnung des Durchschnitts der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit ist ein Zeitraum von einem Jahr zugrunde zu legen. Abweichend von Satz 1 kann bei Mitarbeitern, die ständig Wechselschicht- oder Schichtarbeit zu leisten haben, sowie für die Durchführung so genannter Sabbatjahrmodelle ein längerer Zeitraum zugrunde gelegt werden.

(3) Soweit es die betrieblichen oder dienstlichen Verhältnisse zulassen, wird der Mitarbeiter am 24. Dezember und am 31. Dezember unter Fortzahlung des Entgelts von der Arbeit freigestellt. Kann die Freistellung nach Satz 1 aus betrieblichen oder dienstlichen Gründen nicht erfolgen, ist entsprechender Freizeitausgleich innerhalb von drei Monaten zu gewähren. Die regelmäßige Arbeitszeit vermindert sich für jeden gesetzlichen Feiertag sowie für den 24. Dezember und 31. Dezember, sofern sie auf einen Werktag fallen, um die dienstplanmäßig ausgefallenen Stunden.

(4) Aus dringenden betrieblichen oder dienstlichen Gründen kann auf der Grundlage einer Dienstvereinbarung im Rahmen des § 7 Absätze 1, 2 und des § 12 ArbZG von den Vorschriften des Arbeitszeitgesetzes abgewichen werden.

(5) Der Mitarbeiter ist im Rahmen begründeter betrieblicher oder dienstlicher Notwendigkeiten zur Leistung von Sonntags-, Feiertags-, Nacht-, Wechselschicht-, Schichtarbeit sowie - bei Teilzeitbeschäftigung aufgrund arbeitsvertraglicher Regelung oder mit seiner Zustimmung - zu Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft, Überstunden und Mehrarbeit verpflichtet.

(6) In Verwaltungen und Betrieben, die in bestimmten Zeiten des Jahres regelmäßig zu saisonbedingt erheblich verstärkter Tätigkeit genötigt sind, kann für diese Zeiten die regelmäßige Arbeitszeit bis zu 60 Stunden wöchentlich, jedoch nicht über 10 Stunden täglich, verlängert werden, sofern die regelmäßige Arbeitszeit in den übrigen Zeiten des Jahres entsprechend verkürzt wird (Jahreszeitenausgleich).

(7) Die Arbeitszeit beginnt und endet am Arbeitsplatz. Wegezeiten zwischen mehreren Arbeitsplätzen innerhalb eines Arbeitsverhältnisses sind ebenfalls Arbeitszeit.

(8) In Verwaltungen oder Verwaltungsteilen bzw. Betrieben oder Betriebsteilen, deren Aufgaben Sonntags-, Feiertags-, Wechselschicht-, Schicht- oder Nachtarbeit erfordern, muss dienstplanmäßig bzw. betriebsüblich entsprechend gearbeitet werden. Bei Sonntags- und Feiertagsarbeit sollen jedoch im Monat zwei Sonntage arbeitsfrei sein, wenn die dienstlichen oder betrieblichen Verhältnisse es zulassen. Satz 2 gilt nicht für Mitarbeiter, die regelmäßig an der Gestaltung des Gottesdienstes beteiligt sind; für diese ist ein Sonntag im Kalendervierteljahr arbeitsfrei zu lassen. Die dienstplanmäßige bzw. betriebsübliche Arbeitszeit an einem Sonn- oder Feiertag ist durch eine entsprechende zusammenhängende Freizeit an einem Werktag der nächsten oder der übernächsten Woche auszugleichen.

(9) Bei Dienstreisen gelten die Zeit der dienstlichen Inanspruchnahme am auswärtigen Geschäftsort sowie die notwendige Reisezeit, einschließlich der erforderlichen Wartezeiten, als Arbeitszeit, höchstens jedoch 12 Stunden täglich.

§ 7 Sonderformen der Arbeit

(1) Wechselschichtarbeit ist die Arbeit nach einem Schichtplan, der einen regelmäßigen Wechsel der täglichen Arbeitszeit in Wechselschichten vorsieht, bei denen Mitarbeiter durchschnittlich längstens nach Ablauf eines Monats erneut zur Nachtschicht herangezogen werden. Wechselschichten sind wechselnde Arbeitsschichten, in denen ununterbrochen bei Tag und Nacht, werktags, sonntags und feiertags gearbeitet wird. Nachtschichten sind Arbeitsschichten, die mindestens zwei Stunden Nachtarbeit umfassen.

(2) Schichtarbeit ist die Arbeit nach einem Schichtplan, der einen regelmäßigen Wechsel des Beginns der täglichen Arbeitszeit um mindestens zwei Stunden in Zeitabschnitten von längstens einem Monat vorsieht, und die innerhalb einer Zeitspanne von mindestens 13 Stunden geleistet wird.

(3) Bereitschaftsdienst leistet der Mitarbeiter, der sich auf Anordnung des Dienstgebers außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit an einer vom Dienstgeber bestimmten Stelle aufhält, um im Bedarfsfall die Arbeit aufzunehmen.

(4) Rufbereitschaft leistet der Mitarbeiter, der sich auf Anordnung des Dienstgebers außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit an einer dem Dienstgeber anzuzeigenden Stelle aufhält, um auf Abruf die Arbeit aufzunehmen. Rufbereitschaft wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Mitarbeiter vom Dienstgeber mit einem Mobiltelefon oder einem vergleichbaren technischen Hilfsmittel ausgestattet ist.

(5) Nachtarbeit ist die Arbeit zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr.

(6) Mehrarbeit sind die Arbeitsstunden, die ein teilzeitbeschäftigter Mitarbeiter über die vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit hinaus bis zur regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von vollbeschäftigten Mitarbeitern (§ 6 Absatz 1 Satz 1) leistet.

(7) Überstunden sind die auf Anordnung des Dienstgebers geleisteten Arbeitsstunden, die über die im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit eines vollbeschäftigten Mitarbeiters (§ 6 Absatz 1 Satz 1) für die Woche dienstplanmäßig bzw. betriebsüblich festgesetzten Arbeitsstunden hinausgehen und nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen werden.

(8) Abweichend von Absatz 7 sind nur die Arbeitsstunden Überstunden, die die vereinbarte Obergrenze bei einem eingerichteten Arbeitszeitkonto nach § 10 außerhalb der darin genannten maximal möglichen Plusstundenzahl überschreiten und angeordnet worden sind.

§ 8 Ausgleich für Sonderformen der Arbeit

(1) Der Mitarbeiter erhält neben dem Entgelt für die tatsächliche Arbeitsleistung Zeitzuschläge. Die Zeitzuschläge betragen – auch bei einem teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter – je Stunde

a) für Überstunden in den Entgeltgruppen 1 bis 8 25 v. H., in den Entgeltgruppen 9 bis 12 15 v. H.,

b) für Nachtarbeit 20 v. H.,

c) für Sonntagsarbeit 25 v. H.,

d) bei Feiertagsarbeit

- ohne Freizeitausgleich 135 v. H.,

- mit Freizeitausgleich 35 v. H.,

e) für Arbeit an Sonnabenden von 13:00 Uhr bis 22:00 Uhr, soweit diese nicht im Rahmen der Wechselschicht oder Schichtarbeit anfällt, 20 v. H. des jeweiligen Stundenentgeltes. Beim Zusammentreffen von Zeitzuschlägen nach Satz 2 Buchstabe c bis e wird nur der höchste Zeitzuschlag gezahlt. Auf Wunsch des Mitarbeiters können, soweit ein Arbeitszeitkonto (§ 10) eingerichtet ist und die betrieblichen/dienstlichen Verhältnisse es zulassen, die nach Satz 2 zu zahlenden Zeitzuschläge entsprechend dem jeweiligen Vomhundertsatz einer Stunde in Zeit umgewandelt und ausgeglichen werden. Dies gilt entsprechend für Überstunden als solche. Die Regelungen der Buchstaben c und d gelten nicht für einen Mitarbeiter im Verkündigungsdienst.

(2) Überstunden sind grundsätzlich durch entsprechende Freizeit auszugleichen. Sofern kein Arbeitszeitkonto nach § 10 eingerichtet ist oder wenn ein solches besteht, der Mitarbeiter jedoch keine Faktorisierung nach Absatz 1 geltend macht, erhält der Mitarbeiter für Überstunden, die nicht bis zum Ende des dritten Kalendermonats – möglichst aber schon bis zum Ende des nächsten Kalendermonats – nach deren Entstehen mit Freizeit ausgeglichen worden sind, je Stunde 100 v. H. des auf die Stunde entfallenden Anteils des Tabellenentgelts der jeweiligen Entgeltgruppe und Stufe. Der Anspruch auf den Zeitzuschlag für Überstunden nach Absatz 1 besteht unabhängig von einem Freizeitausgleich.

(3) Für Mitarbeiter ab Entgeltgruppe 13 sind Mehrarbeit und Überstunden durch das Tabellenentgelt abgegolten.

(4) Für die Rufbereitschaft wird eine tägliche Pauschale je Entgeltgruppe bezahlt. Sie beträgt für die Tage Montag bis Freitag das Zweifache, für Sonnabend, Sonntag sowie für Feiertage das Vierfache des Stundenentgelts nach Maßgabe der Entgelttabelle. Maßgebend für die Bemessung der Pauschale nach Satz 2 ist der Tag, an dem die Rufbereitschaft beginnt. Für die Arbeitsleistung innerhalb der Rufbereitschaft einschließlich der hierfür erforderlichen Wegezeiten wird jede angefangene Stunde auf eine volle Stunde gerundet und mit dem Entgelt für Überstunden sowie etwaiger Zeitzuschläge nach Absatz 1 bezahlt. Absatz 1 Satz 4 gilt entsprechend, soweit die Buchung auf das Arbeitszeitkonto nach § 10 zulässig ist. Satz 1 gilt nicht im Falle einer stundenweisen Rufbereitschaft. Eine Rufbereitschaft im Sinne von Satz 6 liegt bei einer ununterbrochenen Rufbereitschaft von weniger als zwölf Stunden vor. In diesem Fall wird abweichend von den Sätzen 2 und 3 für jede Stunde der Rufbereitschaft 12,5 v. H. des tariflichen Stundenentgelts nach Maßgabe der Entgelttabelle gezahlt.

(5) Das Entgelt für Bereitschaftsdienst wird nach dem einschlägigen Tarifvertrag des Bundes in der jeweils geltenden Fassung geregelt. Bis zum In-Kraft-Treten einer Regelung nach Satz 1 gelten die am 31. Dezember 2007 jeweils geltenden Bestimmungen fort.

(6) Der Mitarbeiter, der Wechselschichtarbeit leistet, erhält eine Wechselschichtzulage. Die jeweilige Höhe der Wechselschichtzulage ergibt sich aus Anlage 5 „Entgelttabelle“.

(7) Der Mitarbeiter, der Schichtarbeit leistet, erhält eine Schichtzulage. Die jeweilige Höhe der Schichtzulage ergibt sich aus Anlage 5 „Entgelttabelle“.

 

Anmerkung zu § 8 Absatz 1 Satz 2 Buchstabe d:

Der Freizeitausgleich muss im Dienstplan besonders ausgewiesen und bezeichnet werden. Falls kein Freizeitausgleich gewährt wird, werden als Entgelt einschließlich des Zeitzuschlags und des auf den Feiertag entfallenden Tabellenentgelts höchstens 235 v. H. gezahlt.

§ 9 Bereitschaftszeiten

(1) Bereitschaftszeiten sind die Zeiten, in denen sich der Mitarbeiter am Arbeitsplatz oder einer anderen vom Dienstgeber bestimmten Stelle zur Verfügung halten muss, um im Bedarfsfall die Arbeit selbständig, ggf. auch auf Anordnung, aufzunehmen, und in denen die Zeiten ohne Arbeitsleistung überwiegen.

(2) Für den Mitarbeiter, in dessen Tätigkeit regelmäßig und in nicht unerheblichem Umfang Bereitschaftszeiten anfallen, gelten folgende Regelungen:

1. Bereitschaftszeiten werden zur Hälfte als regelmäßige Arbeitszeit gewertet (faktorisiert).
2. Sie werden innerhalb von Beginn und Ende der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit nicht gesondert ausgewiesen.
3. Die Summe aus den faktorisierten Bereitschaftszeiten und der Vollarbeitszeit darf die Arbeitszeit nach § 6 Absatz 1 nicht überschreiten.
4. Die Summe aus Vollarbeits- und Bereitschaftszeiten darf durchschnittlich 48 Stunden wöchentlich nicht überschreiten. Ferner ist Voraussetzung, dass eine nicht nur vorübergehend angelegte Organisationsmaßnahme besteht, bei der regelmäßig und in nicht unerheblichem Umfang Bereitschaftszeiten anfallen.

(3) Absatz 2 gilt für Mitarbeiter, wenn betrieblich Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit unter Einschluss der Bereitschaftszeiten für diese Mitarbeitergruppen festgelegt werden.

§ 10 Arbeitszeitkonto und Langzeitkonto

(1) Durch Dienstvereinbarung kann die Einrichtung von Arbeitszeitkonten ermöglicht werden. Näheres wird in Anlage 2 „Arbeitszeitkonto“ geregelt. Eine Regelung nach Satz 1 kann auch in einer Arbeitsrechtsregelung getroffen werden, wenn eine Dienstvereinbarung nicht einvernehmlich zustande kommt.

(2) Durch Dienstvereinbarung kann die Einrichtung von Langzeitkonten ermöglicht werden. Näheres wird in Anlage 3 „Langzeitkonto“ geregelt.

§ 11 Eingruppierung

(1) Die Eingruppierung des Mitarbeiters richtet sich nach Anlage 4 „Eingruppierungsordnung“. Er ist in die Entgeltgruppe und Fallgruppe eingruppiert, deren Tätigkeitsmerkmale der gesamten von ihm nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit entsprechen. Die gesamte auszuübende Tätigkeit entspricht den Tätigkeitsmerkmalen einer Entgeltgruppe, wenn zeitlich mindestens zur Hälfte Arbeitsvorgänge anfallen, die für sich genommen die Anforderungen eines Tätigkeitsmerkmals oder mehrerer Tätigkeitsmerkmale dieser Entgeltgruppe erfüllen. Erreicht keine der von dem Mitarbeiter auszuübenden Tätigkeiten das in Satz 3 geforderte Maß, werden höherwertige Tätigkeiten der jeweils nächst niedrigeren Tätigkeit hinzugerechnet. Kann die Erfüllung einer Anforderung in der Regel erst bei der Betrachtung mehrerer Arbeitsvorgänge festgestellt werden (z. B. vielseitige Fachkenntnisse), sind diese Arbeitsvorgänge für die Feststellung, ob diese Anforderung erfüllt ist, insoweit zusammen zu beurteilen. Ist in einem Tätigkeitsmerkmal als Anforderung eine Voraussetzung in der Person des Mitarbeiters bestimmt, muss auch diese Anforderung erfüllt sein.

(2) Die Entgeltgruppe und Fallgruppe des Mitarbeiters sind im Arbeitsvertrag anzugeben.

Anmerkung zu § 11 Absatz 1:

Arbeitsvorgänge sind Arbeitsleistungen (einschließlich Zusammenhangsarbeiten), die, bezogen auf die gesamte auszuübende Tätigkeit des Mitarbeiters, zu einem bei natürlicher Betrachtung abgrenzbaren Arbeitsergebnis führen. Jeder einzelne Arbeitsvorgang ist als solcher zu bewerten und darf hinsichtlich der Anforderungen zeitlich nicht aufgespalten werden.

 

§ 12 Eingruppierung in besonderen Fällen

(1) Ist dem Mitarbeiter eine andere, höherwertige Tätigkeit nicht übertragen worden, hat sich aber die ihm übertragene Tätigkeit nicht nur vorübergehend derart geändert, dass sie den Tätigkeitsmerkmalen einer höheren als seiner bisherigen Entgeltgruppe entspricht, und hat er die höherwertigen Tätigkeiten ununterbrochen sechs Monate lang ausgeübt, ist er mit Beginn des darauf folgenden Kalendermonats in der höheren Entgeltgruppe eingruppiert. Für die zurückliegenden sechs Kalendermonate gilt § 13 entsprechend.

(2) Ist die Zeit der Ausübung der höherwertigen Tätigkeit durch Urlaub, Arbeitsbefreiung oder Vorbereitung auf eine Fachprüfung für die Dauer von insgesamt nicht mehr als sechs Wochen unterbrochen worden, wird die Unterbrechungszeit in die Frist von sechs Monaten eingerechnet. Bei einer längeren Unterbrechung oder bei einer Unterbrechung aus anderen Gründen beginnt die Frist nach der Beendigung von neuem. Wird dem Mitarbeiter vor Ablauf von sechs Monaten wieder eine Tätigkeit zugewiesen, die den Tätigkeitsmerkmalen seiner bisherigen Entgeltgruppe entspricht, gilt § 13 entsprechend.

§ 13 Vorübergehende Ausübung einer höherwertigen Tätigkeit

(1) Wird dem Mitarbeiter vorübergehend eine andere Tätigkeit übertragen, die den Tätigkeitsmerkmalen einer höheren als seiner Eingruppierung entspricht, und hat er diese mindestens zwei Monate ausgeübt, erhält er für die Dauer der Ausübung eine persönliche Zulage rückwirkend ab dem ersten Tag der Übertragung der Tätigkeit.

(2) Die persönliche Zulage bemisst sich aus dem Unterschiedsbetrag zu dem Tabellenentgelt, das sich für den Mitarbeiter bei dauerhafter Übertragung nach § 16 Absatz 4 Sätze 1 und 2 ergeben hätte.

§ 14 Tabellenentgelt

Der Mitarbeiter erhält monatlich ein Tabellenentgelt nach der Anlage 5 „Entgelttabelle“. Die Höhe bestimmt sich nach der Entgeltgruppe, in die er eingruppiert ist und nach der für ihn geltenden Stufe.

§ 15 Stufen der Entgelttabelle

(1) Die Entgeltgruppe 1 umfasst fünf Stufen. Einstellungen mit dieser Entgeltgruppe erfolgen zwingend in der Stufe 2 (Eingangsstufe). Die jeweils nächste Stufe wird nach vier Jahren in der vorangegangenen Stufe erreicht.

(2) Die Entgeltgruppen 2 bis 8 umfassen sechs Stufen. Die Entgeltgruppen 9 bis 15 umfassen fünf Stufen. Die Abweichungen von Satz 1 und 2 sind im § 44 geregelt.

(3) Bei der Einstellung mit Entgeltgruppen 2 bis 15 wird der Mitarbeiter der Stufe 1 zugeordnet, sofern keine einschlägige Berufserfahrung vorliegt. Verfügt der Mitarbeiter über eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens einem Jahr aus einem vorherigen Arbeitsverhältnis zu einem kirchlichen oder diakonischen Dienstgeber innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland, erfolgt die Stufenzuordnung unter Anrechnung der Zeiten der einschlägigen Berufserfahrung aus diesem vorherigen Arbeitsverhältnis. Ist die einschlägige Berufserfahrung von mindestens einem Jahr in einem Arbeitsverhältnis zu einem anderen Dienstgeber erworben worden, erfolgt die Einstellung in die Stufe 2, bei Vorliegen einer einschlägigen Berufserfahrung von mindestens drei Jahren in Stufe 3. Unabhängig davon kann der Dienstgeber bei Neueinstellungen zur Deckung des Personalbedarfs Zeiten einer vorherigen beruflichen Tätigkeit ganz oder teilweise für die Stufenzuordnung berücksichtigen, wenn diese Tätigkeit für die vorgesehene Tätigkeit förderlich ist.

(4) Der Dienstgeber kann bei Einstellung von Beschäftigten im unmittelbaren Anschluss an ein Arbeitsverhältnis im kirchlichen, diakonischen oder öffentlichen Dienst die beim vorherigen Dienst- bzw. Arbeitgeber nach den Regelungen der KAVO EKD-Ost, der ARRÜ-KAVO 2008 oder einer vergleichbaren Arbeitsrechtsregelung bzw. eines vergleichbaren Tarifvertrages erworbene Stufe derselben Entgeltgruppe bei der Stufenzuordnung ganz oder teilweise berücksichtigen. Absatz 3 Satz 4 bleibt unberührt.

(5) Der Mitarbeiter erreicht die jeweils nächste Stufe nach folgenden Zeiten einer ununterbrochenen Tätigkeit innerhalb derselben Entgeltgruppe bei seinem Dienstgeber (Stufenlaufzeit):
- Stufe 2 nach einem Jahr in Stufe 1,
- Stufe 3 nach zwei Jahren in Stufe 2,
- Stufe 4 nach drei Jahren in Stufe 3,
- Stufe 5 nach vier Jahren in Stufe 4 und
- Stufe 6 nach fünf Jahren in Stufe 5 bei den Entgeltgruppen 2 bis 8.
Die Abweichungen von Satz 1 sind im § 44 geregelt.

Anmerkung zu § 15 Absatz 3

1. Einschlägige Berufserfahrung ist eine berufliche Erfahrung in der übertragenen oder einer auf die Aufgabe bezogen entsprechenden Tätigkeit.

2. Ein vorheriges Arbeitsverhältnis im Sinne des Satzes 2 besteht, wenn zwischen dem Ende des vorherigen und dem Beginn des neuen Arbeitsverhältnisses ein Zeitraum von längstens sechs Monaten liegt.

§ 16 Allgemeine Regelungen zu den Stufen

(1) Der Mitarbeiter erhält vom Beginn des Monats an, in dem die nächste Stufe erreicht wird, das Tabellenentgelt nach der neuen Stufe.

(2) Den Zeiten einer ununterbrochenen Tätigkeit im Sinne des § 15 Absatz 5 stehen gleich:
1. Schutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz,
2. Zeiten einer Arbeitsunfähigkeit nach § 21 bis zu 26 Wochen,
3. Zeiten eines bezahlten Urlaubs,
4. Zeiten eines Sonderurlaubs, bei denen der Dienstgeber vor dem Antritt schriftlich ein dienstliches bzw. betriebliches Interesse anerkannt hat,
5. Zeiten einer sonstigen Unterbrechung von weniger als einem Monat im Kalenderjahr,
6. Zeiten der vorübergehenden Übertragung einer höherwertigen Tätigkeit.

(3) Zeiten der Unterbrechung bis zu einer Dauer von jeweils drei Jahren, die nicht von Absatz 2 erfasst werden, und Elternzeit bis zu jeweils fünf Jahren sind unschädlich, werden aber nicht auf die Stufenlaufzeit angerechnet. Bei einer Unterbrechung von mehr als drei Jahren oder bei Elternzeit von mehr als fünf Jahren erfolgt eine Zuordnung zu der Stufe, die der vor der Unterbrechung erreichten Stufe vorangeht, jedoch nicht niedriger als bei einer Neueinstellung; die Stufenlaufzeit beginnt mit dem Tag der Arbeitsaufnahme. Zeiten, in denen der Mitarbeiter mit einer kürzeren als der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit eines entsprechenden Vollbeschäftigten beschäftigt war, werden voll angerechnet.

(4) Bei Eingruppierung in eine höhere Entgeltgruppe wird der Mitarbeiter derjenigen Stufe zugeordnet, in der er mindestens sein bisheriges Tabellenentgelt erhält, mindestens jedoch der Stufe 2; bei Eingruppierung über mehr als eine Entgeltgruppe wird die Zuordnung zu den Stufen so vorgenommen, als ob faktisch eine Eingruppierung in jede der einzelnen Entgeltgruppen stattgefunden hätte. Beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem derzeitigen Tabellenentgelt und dem Tabellenentgelt nach Satz 1 weniger als 25 € in den Entgeltgruppen 1 bis 8 beziehungsweise weniger als 50 € in den Entgeltgruppen 9 bis 15, so erhält der Mitarbeiter während der betreffenden Stufenlaufzeit anstelle des Unterschiedsbetrags einen Garantiebetrag von monatlich 25 € (Entgeltgruppen 1 bis 8) beziehungsweise 50 € (Entgeltgruppen 9 bis 15). Die Stufenlaufzeit in der höheren Entgeltgruppe beginnt mit dem Tag der Höhergruppierung. Bei einer Eingruppierung in eine niedrigere Entgeltgruppe ist der Mitarbeiter der in der höheren Entgeltgruppe erreichten Stufe zuzuordnen. Der Mitarbeiter erhält vom Beginn des Monats an, in dem die Veränderung wirksam wird, das entsprechende Tabellenentgelt aus der in Satz 1 oder Satz 4 festgelegten Stufe der betreffenden Entgeltgruppe, gegebenenfalls einschließlich des Garantiebetrages.

§ 17 Kinderbezogener Entgeltbestandteil

(1) Der Mitarbeiter erhält einen kinderbezogenen Entgeltbestandteil nach Anlage 5 „Entgelttabelle“ für jedes Kind, für das ihm Kindergeld nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) oder nach dem Bundeskindergeldgesetz (BKGG) gezahlt wird oder ohne Berücksichtigung des § 64 oder des § 65 EStG oder des § 3 oder des § 4 BKGG zusteht und wenn für dieses Kind keine Dienstbezüge nach beamtenrechtlichen Regelungen gewährt wird.

(2) Für jedes Kind wird der kinderbezogene Entgeltbestandteil nach Absatz 1 nur einmal gewährt.

§ 18 Erschwerniszuschläge

(1) Erschwerniszuschläge werden für Arbeiten gezahlt, die außergewöhnliche Erschwernisse beinhalten. Dies gilt nicht für Erschwernisse, die mit dem der Eingruppierung zugrunde liegenden Berufs- oder Tätigkeitsbild verbunden sind.

(2) Außergewöhnliche Erschwernisse im Sinne des Absatzes 1 ergeben sich grundsätzlich nur bei Arbeiten
1. mit besonderer Gefährdung,
2. mit extremer nicht klimabedingter Hitzeeinwirkung,
3. mit besonders starker Schmutz- oder Staubbelastung,
4. mit besonders starker Strahlenexposition oder
5. unter sonstigen vergleichbar erschwerten Umständen.

(3) Zuschläge nach Absatz 1 werden nicht gewährt, soweit der außergewöhnlichen Erschwernis durch geeignete Vorkehrungen, insbesondere zum Arbeitsschutz, ausreichend Rechnung getragen wird.

(4) Die Zuschläge betragen in der Regel 5 bis 15 v. H. - in besonderen Fällen auch abweichend – des auf eine Stunde entfallenden Anteils des monatlichen Tabellenentgelts der Stufe 2 der Entgeltgruppe 2.

(5) Die zuschlagspflichtigen Arbeiten und die Höhe der Zuschläge werden durch eine Arbeitsrechtsregelung vereinbart. Bis zum In-Kraft-Treten einer entsprechenden Arbeitsrechtsregelung gelten die bisherigen Regelungen fort.

§ 19 Jahressonderzahlung

(1) Mitarbeiter, die am 1. Dezember im Arbeitsverhältnis stehen, haben Anspruch auf eine

Jahressonderzahlung.

(2) Die Jahressonderzahlung beträgt bei Mitarbeitern in allen Entgeltgruppen 70 v. H. des dem

Mitarbeiter in den Kalendermonaten Juli, August und September durchschnittlich gezahlten

monatlichen Entgelts; unberücksichtigt bleiben hierbei das zusätzlich für Überstunden gezahlte Entgelt

(mit Ausnahme der im Dienstplan vorgesehenen Überstunden), Leistungszulagen, Leistungs- und

Erfolgsprämien. Der Bemessungssatz bestimmt sich nach der Entgeltgruppe am 1. September. Bei

Mitarbeitern, deren Arbeitsverhältnis nach dem 30. September begonnen hat, tritt an die Stelle des

Bemessungszeitraums der erste volle Kalendermonat des Arbeitsverhältnisses. In den Fällen, in denen

im Kalenderjahr der Geburt des Kindes während des Bemessungszeitraums eine

elterngeldunschädliche Teilzeitbeschäftigung ausgeübt wird, bemisst sich die Jahressonderzahlung

nach dem Beschäftigungsumfang am Tag vor dem Beginn der Elternzeit.

(3) Der Anspruch nach den Absätzen 1 und 2 vermindert sich um ein Zwölftel für jeden

Kalendermonat, in dem der Mitarbeiter keinen Anspruch auf Entgelt oder Fortzahlung des Entgelts

nach § 20 hat. Die Verminderung unterbleibt für Kalendermonate,

1. für die der Mitarbeiter kein Tabellenentgelt erhalten hat wegen

a) Beschäftigungsverboten nach § 3 Absatz 2 und § 6 Absatz 1 MuSchG,

b) Inanspruchnahme der Elternzeit nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz bis zum

Ende des Kalenderjahres, in dem das Kind geboren ist, wenn am Tag vor Antritt der Elternzeit

Entgeltanspruch bestanden hat;

2. in denen dem Mitarbeiter nur wegen der Höhe des zustehenden Krankengelds ein

Krankengeldzuschuss nicht gezahlt worden ist.

(4) Die Jahressonderzahlung wird mit dem Tabellenentgelt für November ausgezahlt.

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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§ 20 Bemessungsgrundlage für die Entgeltfortzahlung

In den Fällen der Entgeltfortzahlung nach § 6 Absatz 3 Satz 1, § 21 Absatz 1, § 28, § 29 und § 30

werden das Tabellenentgelt sowie die sonstigen in Monatsbeträgen festgelegten Entgeltbestandteile

weitergezahlt. Die nicht in Monatsbeträgen festgelegten Entgeltbestandteile werden als Durchschnitt

auf Basis der dem maßgebenden Ereignis für die Entgeltfortzahlung vorhergehenden letzten drei

vollen Kalendermonate (Berechnungszeitraum) gezahlt. Ausgenommen hiervon sind das zusätzlich für

Überstunden gezahlte Entgelt (mit Ausnahme der im Dienstplan vorgesehenen Überstunden),

Leistungsentgelte, Jahressonderzahlungen sowie Zahlungen nach den §§ 22 bis 24.

Anmerkungen zu § 20 Sätze 2 und 3:

1. Volle Kalendermonate im Sinne der Durchschnittsberechnung nach Satz 2 sind Kalendermonate, in

denen an allen Kalendertagen das Arbeitsverhältnis bestanden hat. Hat das Arbeitsverhältnis

weniger als drei Kalendermonate bestanden, sind die vollen Kalendermonate, in denen das

Arbeitsverhältnis bestanden hat, zugrunde zu legen. Bei Änderungen der individuellen Arbeitszeit

werden die nach der Arbeitszeitänderung liegenden vollen Kalendermonate zugrunde gelegt.

2. Der Tagesdurchschnitt nach Satz 2 beträgt 1/65 aus der Summe der zu berücksichtigenden

Entgeltbestandteile, die für den Berechnungszeitraum zugestanden haben, wenn die regelmäßige

wöchentliche Arbeitszeit durchschnittlich auf fünf Tage verteilt ist. Maßgebend ist die Verteilung

der Arbeitszeit zu Beginn des Berechnungszeitraums. Bei einer abweichenden Verteilung der

Arbeitszeit ist der Tagesdurchschnitt entsprechend Satz 1 und 2 zu ermitteln. Sofern während des

Berechnungszeitraums bereits Fortzahlungstatbestände vorlagen, bleiben bei der Ermittlung des

Durchschnitts nach Satz 2 diejenigen Beträge unberücksichtigt, die während der

Fortzahlungstatbestände auf Basis der Tagesdurchschnitte zustanden.

3. Tritt die Fortzahlung des Entgelts nach einer allgemeinen Entgeltanpassung ein, sind die

berücksichtigungsfähigen Entgeltbestandteile, die vor der Entgeltanpassung zustanden, um 90 v. H.

des Vomhundertsatzes für die allgemeine Entgeltanpassung zu erhöhen.

§ 21 Entgelt im Krankheitsfall

(1) Wird der Mitarbeiter durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an der Arbeitsleistung

verhindert, ohne dass ihn ein Verschulden trifft, erhält er bis zur Dauer von sechs Wochen das Entgelt

nach § 20. Bei erneuter Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit sowie bei Beendigung des

Arbeitsverhältnisses gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Als unverschuldete Arbeitsunfähigkeit im

Sinne der Sätze 1 und 2 gilt auch die Arbeitsverhinderung in Folge einer Maßnahme der

medizinischen Vorsorge und Rehabilitation im Sinne von § 9 EFZG.

(2) Nach Ablauf des Zeitraums gemäß Absatz 1 erhält der Mitarbeiter für die Zeit, für die ihm

Krankengeld oder entsprechende gesetzliche Leistungen gezahlt werden, einen Krankengeldzuschuss

in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen den tatsächlichen Barleistungen des Sozialleistungsträgers

und dem Nettoentgelt. Nettoentgelt ist das um die gesetzlichen Abzüge verminderte Entgelt im Sinne

des § 20; bei freiwillig Krankenversicherten ist dabei deren Gesamtkranken- und

Pflegeversicherungsbeitrag abzüglich Dienstgeberzuschuss zu berücksichtigen. Für einen Mitarbeiter,

der wegen Übersteigens der Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht der Versicherungspflicht in der

gesetzlichen Krankenversicherung unterliegt, ist bei der Berechnung des Krankengeldzuschusses der

Krankengeldhöchstsatz, der bei Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung

zustünde, zugrunde zu legen.

(3) Der Krankengeldzuschuss wird bei einer Beschäftigungszeit (§ 34 Absatz 3) – von mehr als

einem Jahr längstens bis zum Ende der 13. Woche und – von mehr als drei Jahren längstens bis zum

Ende der 26. Woche – seit dem Beginn der Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit gezahlt.

Maßgeblich für die Berechnung der Fristen nach Satz 1 ist die Beschäftigungszeit, die im Laufe der

krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit vollendet wird.

(4) Entgelt im Krankheitsfall wird nicht über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus gezahlt; § 8

EFZG bleibt unberührt. Krankengeldzuschuss wird zudem nicht über den Zeitpunkt hinaus gezahlt,

von dem an der Mitarbeiter eine Rente oder eine vergleichbare Leistung aufgrund eigener

Versicherung aus der gesetzlichen Rentenversicherung, aus einer zusätzlichen Alters- und

Hinterbliebenenversorgung oder aus einer sonstigen Versorgungseinrichtung erhält, die nicht allein

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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aus Mitteln des Mitarbeiters finanziert ist. Überzahlter Krankengeldzuschuss und sonstige Überzahlungen

gelten als Vorschuss auf die in demselben Zeitraum zustehenden Leistungen nach Satz 2; die

Ansprüche des Mitarbeiters gehen insoweit auf den Dienstgeber über. Der Dienstgeber kann von der

Rückforderung des Teils des überzahlten Betrags, der nicht durch die für den Zeitraum der

Überzahlung zustehenden Bezüge im Sinne des Satzes 2 ausgeglichen worden ist, absehen, es sei denn,

der Mitarbeiter hat dem Dienstgeber die Zustellung des Rentenbescheids schuldhaft verspätet mitgeteilt.

Anmerkung zu § 21 Absatz 1 Satz 1:

Ein Verschulden liegt nur dann vor, wenn die Arbeitsunfähigkeit vorsätzlich oder grob fahrlässig

herbeigeführt wurde.

§ 22 Vermögenswirksame Leistungen

Nach Maßgabe des Vermögensbildungsgesetzes in seiner jeweiligen Fassung hat der Mitarbeiter,

dessen Arbeitsverhältnis voraussichtlich mindestens sechs Monate dauert, einen Anspruch auf

vermögenswirksame Leistungen. Für vollbeschäftigte Mitarbeiter beträgt die vermögenswirksame

Leistung für jeden vollen Kalendermonat 6,65 €. Der Anspruch entsteht frühestens für den

Kalendermonat, in dem der Mitarbeiter dem Dienstgeber die erforderlichen Angaben schriftlich

mitteilt, und für die beiden vorangegangenen Monate desselben Kalenderjahres; die Fälligkeit tritt

nicht vor acht Wochen nach Zugang der Mitteilung beim Dienstgeber ein. Die vermögenswirksame

Leistung wird nur für Kalendermonate gewährt, für die dem Mitarbeiter Tabellenentgelt,

Entgeltfortzahlung oder Krankengeldzuschuss zusteht. Für Zeiten, für die Krankengeldzuschuss

zusteht, ist die vermögenswirksame Leistung Teil des Krankengeldzuschusses. Die

vermögenswirksame Leistung ist kein zusatzversorgungspflichtiges Entgelt.

§ 23 Jubiläumszuwendung

(1) Der Mitarbeiter erhält eine Jubiläumszuwendung bei Vollendung einer Beschäftigungszeit

a) von 20 Jahren in Höhe von 200,00 €,

b) von 30 Jahren in Höhe von 300,00 €,

c) von 40 Jahren in Höhe von 400,00 €.

(2) Des Weiteren erhält der Mitarbeiter als Jubiläumszuwendung mit Vollendung einer Beschäftigungszeit

a) von 10 Jahren 2 Tage,

b) von 20 Jahren 4 Tage,

c) von 30 Jahren 6 Tage,

d) von 40 Jahren 8 Tage

als zusätzlichen Erholungsurlaub. Auf Antrag des Mitarbeiters ist der zusätzliche Erholungsurlaub

gemäß § 28 Absatz 2 abzugelten.

(3) Ein teilzeitbeschäftigter Mitarbeiter erhält die Jubiläumszuwendung in voller Höhe.

(4) Beschäftigungszeiten gemäß Absätzen 1 und 2 sind die Zeiten, die im Geltungsbereich dieser

Kirchlichen Arbeitsvertragsordnung bei mehreren kirchlichen und diakonischen Dienstgebern

zurückgelegt wurden; Unterbrechungen sind unschädlich.

Anmerkung zu § 23 Absatz 4

Dies gilt auch für Beschäftigungszeiten bei Dienstgebern in der bisherigen Evangelisch-Lutherischen

Landeskirche Mecklenburgs und der Pommerschen Evangelischen Kirche.

§ 24 Sterbegeld

Beim Tod eines Mitarbeiters, dessen Arbeitsverhältnis nicht geruht hat, wird dem Ehegatten, dem

Lebenspartner im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes oder den Kindern ein Sterbegeld gewährt.

Als Sterbegeld wird für die restlichen Tage des Sterbemonats und - in einer Summe - für zwei weitere

Monate das Tabellenentgelt des Verstorbenen gezahlt. Die Zahlung des Sterbegeldes an einen der

Berechtigten bringt den Anspruch der Übrigen gegenüber dem Dienstgeber zum Erlöschen; die

Zahlung auf das Gehaltskonto des Mitarbeiters hat befreiende Wirkung.

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§ 25 Berechnung und Auszahlung des Entgelts

(1) Bemessungszeitraum für das Tabellenentgelt und die sonstigen Entgeltbestandteile ist der

Kalendermonat, soweit in dieser Arbeitsrechtsregelung nicht ausdrücklich etwas Abweichendes

geregelt ist. Die Zahlung erfolgt am 16. des Monats (Zahltag) für den laufenden Kalendermonat auf

ein vom Mitarbeiter benanntes Konto innerhalb eines Mitgliedstaates der Europäischen Union.

Entgeltbestandteile, die nicht in Monatsbeträgen festgelegt sind, sowie der Tagesdurchschnitt nach

§ 20 sind am Zahltag des zweiten Kalendermonats, der auf ihre Entstehung folgt, fällig.

(2) Soweit in dieser Arbeitsrechtsregelung nicht ausdrücklich etwas anderes geregelt ist, erhält ein

teilzeitbeschäftigter Mitarbeiter das Tabellenentgelt und alle sonstigen Entgeltbestandteile in dem

Umfang, der dem Anteil seiner individuell vereinbarten durchschnittlichen Arbeitszeit an der

regelmäßigen Arbeitszeit vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Mitarbeiter entspricht.

(3) Besteht der Anspruch auf das Tabellenentgelt oder die sonstigen Entgeltbestandteile nicht für alle

Tage eines Kalendermonats, wird nur der Teil gezahlt, der auf den Anspruchszeitraum entfällt. Besteht

nur für einen Teil eines Kalendertages Anspruch auf Entgelt, wird für jede geleistete dienstplanmäßige

oder betriebsübliche Arbeitsstunde der auf eine Stunde entfallende Anteil des Tabellenentgelts sowie

der sonstigen in Monatsbeträgen festgelegten Entgeltbestandteile gezahlt. Zur Ermittlung des auf eine

Stunde entfallenden Anteils sind die in Monatsbeträgen festgelegten Entgeltbestandteile durch das

4,348-fache der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (§ 6 Absatz 1 und entsprechende

Sonderregelungen) zu teilen.

(4) Ergibt sich bei der Berechnung von Beträgen ein Bruchteil eines Cents von mindestens 0,5, ist er

aufzurunden; ein Bruchteil von weniger als 0,5 ist abzurunden. Zwischenrechnungen werden jeweils

auf zwei Dezimalstellen durchgeführt. Jeder Entgeltbestandteil ist einzeln zu runden.

(5) Entfallen die Voraussetzungen für eine Zulage im Laufe eines Kalendermonats, gilt Absatz 3

entsprechend.

(6) Einzelvertraglich können neben dem Tabellenentgelt zustehende Entgeltbestandteile (z. B.

Zeitzuschläge, Erschwerniszuschläge) pauschaliert werden.

§ 26 Betriebliche Altersversorgung

(1) Der Mitarbeiter wird vom Dienstgeber zum Zweck einer zusätzlichen Alters- und

Hinterbliebenenversorgung bei einer kirchlichen Zusatzversorgungskasse versichert. Die Einzelheiten

der Zusatzversorgung richten sich nach der Satzung der kirchlichen Zusatzversorgungskasse in der

jeweils gültigen Fassung. Erfüllt der Dienstgeber die Voraussetzungen für den Abschluss einer

Beteiligungsvereinbarung mit der kirchlichen Zusatzversorgungskasse nach Satz 1 nicht, so hat er eine

andere, vergleichbare zusätzliche Alters- und Hinterbliebenensicherung bei einer öffentlichrechtlichen

Versorgungseinrichtung sicherzustellen.

(2) Besteht grundsätzlich für den Mitarbeiter Versicherungspflicht bei einer kirchlichen

Zusatzversorgungskasse und ist der Mitarbeiter von der Versicherungspflicht bei der kirchlichen

Zusatzversorgungskasse befreit, so kann ihm auf Antrag ein Zuschuss zu den Beiträgen einer anderen

berufsständigen Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung gewährt werden. Dieser Zuschuss darf

den Beitrag nicht übersteigen, den der Dienstgeber an die Kirchliche Zusatzversorgungskasse

abzuführen hätte, wenn der Mitarbeiter nicht von der Zusatzversicherungspflicht befreit wäre.

(3) Der Mitarbeiter kann verlangen, dass nach dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen

Altersversorgung die Umwandlung von Entgelt in betriebliche Altersversorgung bei der Kirchlichen

Zusatzversorgungskasse, zu der die Versicherung nach Absatz 1 besteht, nach deren Satzung erfolgt.

Die Einzelheiten einer Entgeltumwandlung werden in einer gesonderten Arbeitsrechtsregelung

festgelegt.

§ 27 Beschäftigungssicherung

(1) In wirtschaftlichen Notlagen von Dienststellen bzw. Einrichtungen können Dienststellenleitung

und Mitarbeitervertretung durch Dienstvereinbarung befristet die Arbeitsentgelte um bis zu 10 v. H.

reduzieren. Eine wirtschaftliche Notlage ist anzunehmen, wenn die Dienststelle bzw. die Einrichtung

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oder ein wirtschaftlich selbstständig arbeitender Teil nicht in der Lage ist oder kurzfristig sein wird,

aus den laufend erwirtschafteten Mitteln die laufenden Verpflichtungen einschließlich des

Schuldendienstes zu erfüllen, und wenn ein im Einvernehmen zwischen Dienststellenleitung und

Mitarbeitervertretung vorgeschlagener Wirtschaftsprüfer oder ein sonstiger Sachverständiger dies

bestätigt.

(2) Einzelheiten regelt die Anlage 6 „Beschäftigungssicherung“.

§ 28 Erholungsurlaub

(1) Der Mitarbeiter hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf Erholungsurlaub unter Fortzahlung des

Entgelts. Bei Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit auf fünf Tage in der Kalenderwoche beträgt

der Urlaubsanspruch in jedem Kalenderjahr 30 Arbeitstage. Bei einer anderen Verteilung der

wöchentlichen Arbeitszeit als auf fünf Tage in der Woche erhöht oder vermindert sich der

Urlaubsanspruch entsprechend. Verbleibt bei der Berechnung des Urlaubs ein Bruchteil, der

mindestens einen halben Urlaubstag ergibt, wird er auf einen vollen Urlaubstag aufgerundet;

Bruchteile von weniger als einem halben Urlaubstag bleiben unberücksichtigt. Der Erholungsurlaub

muss im laufenden Kalenderjahr gewährt und kann auch in Teilen genommen werden. Einmal pro Jahr

ist ein Urlaubsteil von mindestens zwei Wochen Dauer zu nehmen.

(2) Im Übrigen gilt das Bundesurlaubsgesetz mit folgenden Maßgaben:

a) Im Falle der Übertragung muss der Erholungsurlaub in den ersten drei Monaten des folgenden

Kalenderjahres angetreten werden. Kann der Erholungsurlaub wegen Arbeitsunfähigkeit oder aus

betrieblichen/dienstlichen Gründen nicht bis zum 31. März angetreten werden, ist er bis zum 31.

Mai anzutreten.

b) Beginnt oder endet das Arbeitsverhältnis im Laufe eines Jahres, erhält der Mitarbeiter als

Erholungsurlaub für jeden vollen Monat des Arbeitsverhältnisses ein Zwölftel des

Urlaubsanspruchs nach Absatz 1; § 5 BUrlG bleibt unberührt.

c) Ruht das Arbeitsverhältnis, so vermindert sich die Dauer des Erholungsurlaubs einschließlich eines

etwaigen Zusatzurlaubs für jeden vollen Kalendermonat um ein Zwölftel.

§ 29 Zusatzurlaub

(1) Der Mitarbeiter, der ständig Wechselschichtarbeit nach § 7 Absatz 1 oder ständig Schichtarbeit

nach § 7 Absatz 2 leistet und dem die Zulage nach § 8 Absatz 6 Satz 1 oder Absatz 7 Satz 1 zusteht,

erhält einen Arbeitstag Zusatzurlaub

a) bei Wechselschichtarbeit für je zwei zusammenhängende Monate und

b) bei Schichtarbeit für je vier zusammenhängende Monate.

(2) Im Falle nicht ständiger Wechselschicht- oder Schichtarbeit (z.B. ständige Vertreter) erhält der

Mitarbeiter, dem die Zulage nach § 8 Absatz 6 Satz 1 oder Absatz 7 Satz 1 zusteht, einen Arbeitstag

Zusatzurlaub für

a) je drei Monate im Jahr, in denen er überwiegend Wechselschichtarbeit geleistet hat und

b) je fünf Monate im Jahr, in denen er überwiegend Schichtarbeit geleistet hat.

(3) Im Übrigen gilt § 28 mit Ausnahme von Absatz 2 Buchstabe b entsprechend.

Anmerkung zu § 29 Absätze 1 und 2:

Der Anspruch auf Zusatzurlaub bemisst sich nach der abgeleisteten Schicht- oder

Wechselschichtarbeit und entsteht im laufenden Jahr, sobald die Voraussetzungen nach Absätzen 1

und 2 erfüllt sind. Für die Feststellung, ob ständige Wechselschichtarbeit oder ständige Schichtarbeit

vorliegt, ist eine Unterbrechung durch Arbeitsbefreiung, Freizeitausgleich, bezahlten Urlaub oder

Arbeitsunfähigkeit in den Grenzen des § 21 unschädlich.

§ 30 Arbeitsbefreiung

(1) Als Fälle nach § 616 BGB, in denen Mitarbeiter unter Fortzahlung des Entgelts nach § 20 im

nachstehend genannten Ausmaß von der Arbeit freigestellt werden, gelten nur die folgenden Anlässe:

a) kirchliche Trauung des Mitarbeiters,

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b) Niederkunft der Ehefrau oder der Lebenspartnerin des Mitarbeiters,

c) Taufe, Einsegnung (Konfirmation), Erstkommunion oder kirchliche Trauung eines Kindes des

Mitarbeiters,

d) Umzug aus dienstlichem oder betrieblichem Grund an einen anderen Ort

jeweils ein Arbeitstag;

e) Familientag für einen Mitarbeiter, in dessen eigenem Haushalt mindestens ein

unterhaltsberechtigtes Kind bis zu 12 Jahren lebt,

f) schwere Erkrankung eines Angehörigen, soweit er im gemeinsamen Haushalt lebt,

jeweils ein Arbeitstag im Kalenderjahr;

g) Tod des Ehegatten, des Lebenspartners, eines Kindes, eines Elternteils, einer Schwester, eines

Bruders

jeweils zwei Arbeitstage;

h) schwere Erkrankung

1. eines im eigenen Haushalt lebenden Kindes, das das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat,

wenn im laufenden Kalenderjahr kein Anspruch nach § 45 SGB V besteht oder bestanden hat,

2. einer Betreuungsperson, wenn der Mitarbeiter deshalb die Betreuung des Kindes, das das 8.

Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen körperlicher, geistiger oder seelischer

Behinderung dauernd pflegebedürftig ist, übernehmen muss,

jeweils bis zu vier Arbeitstage im Kalenderjahr;

i) ärztliche Behandlung des Mitarbeiters, wenn diese während der Arbeitszeit erfolgen muss, für

erforderliche nachgewiesene Abwesenheitszeit einschließlich erforderlicher Wegezeiten.

Die Freistellung nach Buchstaben f und h darf insgesamt zehn Arbeitstage im Kalenderjahr nicht

überschreiten. Eine Freistellung nach Buchstaben f und h Nummer 1 erfolgt nur, soweit eine andere

Person zur Pflege oder Betreuung nicht sofort zur Verfügung steht und der Arzt die Notwendigkeit der

Anwesenheit des Mitarbeiters zur vorläufigen Pflege bescheinigt.

(2) Bei Erfüllung allgemeiner staatsbürgerlicher Pflichten nach deutschem Recht, soweit die

Arbeitsbefreiung gesetzlich vorgeschrieben ist und soweit die Pflichten nicht außerhalb der

Arbeitszeit, gegebenenfalls nach ihrer Verlegung, wahrgenommen werden können, besteht der

Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts nach § 20 nur insoweit, als der Mitarbeiter nicht Ansprüche auf

Ersatz des Entgelts geltend machen kann. Das fortgezahlte Entgelt gilt in Höhe des Ersatzanspruchs

als Vorschuss auf die Leistungen der Kostenträger. Der Mitarbeiter hat den Ersatzanspruch geltend zu

machen und die erhaltenen Beträge an den Dienstgeber abzuführen.

Der Mitarbeiter wird ferner unter Fortzahlung des Entgelts nach § 20 freigestellt:

a) zur Ausübung eines Amtes als Mitglied der nach Verfassung, Gesetz oder Satzung leitenden

kirchlichen Organe und ihrer Ausschüsse sowie der Kirchengerichte;

b) zur Teilnahme am Deutschen Evangelischen Kirchentag, sofern dienstliche Gründe nicht

entgegenstehen.

(3) Zur Teilnahme an Sitzungen von Prüfungs- und von Berufsbildungsausschüssen nach dem

Berufsbildungsgesetz sowie für eine Tätigkeit in Organen von Sozialversicherungsträgern kann den

Mitgliedern Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Entgelts nach § 20 gewährt werden, sofern nicht

dringende dienstliche oder betriebliche Interessen entgegenstehen.

(4) Der Dienstgeber kann in sonstigen dringenden Fällen Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des

Entgelts nach § 20 bis zu drei Arbeitstagen gewähren. In begründeten Fällen kann bei Verzicht auf das

Entgelt kurzfristige Arbeitsbefreiung gewährt werden, wenn die dienstlichen oder betrieblichen

Verhältnisse es gestatten.

Anmerkung zu § 30 Absatz 1:

Fällt in den Fällen der Buchstaben a und c der Anlass der Freistellung auf einen arbeitsfreien Tag, ist

der dem Anlass der Freistellung folgende Arbeitstag arbeitsfrei.

Anmerkung zu § 30 Absatz 4:

Zu den „begründeten Fällen“ können auch solche Anlässe gehören, für die nach Absatz 1 kein

Anspruch auf Arbeitsbefreiung besteht (z. B. Umzug aus persönlichen Gründen).

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§ 31 Sonderurlaub

Der Mitarbeiter kann bei Vorliegen eines wichtigen Grundes unter Verzicht auf die Fortzahlung des

Entgelts Sonderurlaub erhalten. Wenn keine dringenden betrieblichen Gründe entgegenstehen, soll auf

Antrag, insbesondere in den folgenden Fällen, Sonderurlaub gewährt werden:

a) tatsächliche Betreuung und Pflege eines Kindes unter 18 Jahren, für das das Sorgerecht besteht;

b) tatsächliche Betreuung und Pflege eines nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen sonstigen

Angehörigen.

§ 32 Befristete Arbeitsverträge

(1) Befristete Arbeitsverträge sind nach Maßgabe des Teilzeit- und Befristungsgesetzes sowie

anderer gesetzlicher Vorschriften über die Befristung von Arbeitsverträgen zulässig. Vor Ablauf des

Arbeitsvertrages hat der Dienstgeber zu prüfen, ob eine unbefristete oder befristete

Weiterbeschäftigung möglich ist.

(2) Befristete Arbeitsverträge sind mit den Fristen entsprechend § 34 Absatz 1 kündbar.

§ 33 Beendigung des Arbeitsverhältnisses ohne Kündigung

(1) Das Arbeitsverhältnis endet, ohne dass es einer Kündigung bedarf,

a) mit Ablauf des Monats, in dem der Mitarbeiter das gesetzlich festgelegte Alter zum Erreichen einer

abschlagsfreien Regelaltersrente vollendet hat,

b) jederzeit im gegenseitigen Einvernehmen (Auflösungsvertrag).

(2) Das Arbeitsverhältnis endet ferner mit Ablauf des Monats, in dem der Bescheid eines

Rentenversicherungsträgers (Rentenbescheid) zugestellt wird, wonach der Mitarbeiter voll oder

teilweise erwerbsgemindert ist. Der Mitarbeiter hat den Dienstgeber von der Zustellung des

Rentenbescheids unverzüglich zu unterrichten. Beginnt die Rente erst nach der Zustellung des

Rentenbescheids, endet das Arbeitsverhältnis mit Ablauf des dem Rentenbeginn vorangehenden

Tages. Liegt im Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine nach § 92 SGB IX

erforderliche Zustimmung des Integrationsamtes noch nicht vor, endet das Arbeitsverhältnis mit

Ablauf des Tages der Zustellung des Zustimmungsbescheids des Integrationsamtes. Das

Arbeitsverhältnis endet nicht, wenn nach dem Bescheid des Rentenversicherungsträgers eine Rente auf

Zeit gewährt wird. In diesem Fall ruht das Arbeitsverhältnis für den Zeitraum, für den eine Rente auf

Zeit gewährt wird; beginnt die Rente rückwirkend, ruht das Arbeitsverhältnis ab dem ersten Tag des

Monats, der auf den Monat der Zustellung des Rentenbescheids folgt.

(3) Im Falle teilweiser Erwerbsminderung endet bzw. ruht das Arbeitsverhältnis nicht, wenn der

Mitarbeiter nach seinem vom Rentenversicherungsträger festgestellten Leistungsvermögen auf seinem

bisherigen oder einem anderen geeigneten und freien Arbeitsplatz weiterbeschäftigt werden könnte,

soweit dringende dienstliche bzw. betriebliche Gründe nicht entgegenstehen, und der Mitarbeiter

innerhalb von zwei Wochen nach Zugang des Rentenbescheids seine Weiterbeschäftigung schriftlich

beantragt.

(4) Verzögert der Mitarbeiter schuldhaft den Rentenantrag oder bezieht er Altersrente nach § 236

oder § 236a SGB VI oder ist er nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert, so tritt an die

Stelle des Rentenbescheids das Gutachten eines Amtsarztes oder eines nach § 3 Absatz 9 bestimmten

Arztes. Das Arbeitsverhältnis endet in diesem Fall mit Ablauf des Monats, in dem dem Mitarbeiter das

Gutachten bekannt gegeben worden ist.

(5) Soll der Mitarbeiter, dessen Arbeitsverhältnis nach Absatz 1 Buchstabe a geendet hat,

weiterbeschäftigt werden, ist ein neuer schriftlicher Arbeitsvertrag abzuschließen. Das

Arbeitsverhältnis kann jederzeit mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende gekündigt werden,

wenn im Arbeitsvertrag nichts anderes vereinbart ist.

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§ 34 Kündigung des Arbeitsverhältnisses

(1) Bis zum Ende des sechsten Monats seit Beginn des Arbeitsverhältnisses beträgt die

Kündigungsfrist zwei Wochen zum Monatsschluss. Im Übrigen beträgt die Kündigungsfrist bei einer

Beschäftigungszeit

bis zu einem Jahr einen Monat zum Monatsschluss,

von mehr als einem Jahr 6 Wochen,

von mindestens 5 Jahren 3 Monate,

von mindestens 8 Jahren 4 Monate,

von mindestens 10 Jahren 5 Monate,

von mindestens 12 Jahren 6 Monate

zum Schluss eines Kalendervierteljahres.

(2) Das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters, der das 45. Lebensjahr vollendet hat, kann nach einer

Beschäftigungszeit von mehr als 15 Jahren durch den Dienstgeber nur aus einem wichtigen Grund

gekündigt werden.

(3) Beschäftigungszeit gemäß Absätzen 1 und 2 ist die bei demselben Dienstgeber im

Arbeitsverhältnis zurückgelegte Zeit, auch wenn sie unterbrochen ist. Sonderurlaub nach § 31, der

zusammenhängend für länger als 6 Monate gewährt wird, wird auf die Beschäftigungszeit nicht

angerechnet. Hat der Mitarbeiter von einem kirchlichen oder diakonischen Dienstgeber zu einem

Dienstgeber unter dem Geltungsbereich dieser Arbeitsrechtsregelung gewechselt, werden die Zeiten

bei dem anderen Dienstgeber als Beschäftigungszeit berücksichtigt, sofern die Berücksichtigung bei

der Begründung des Arbeitsverhältnisses schriftlich zugesagt wurde.

§ 35 Außerordentliche Kündigung

(1) Der Dienstgeber und der Mitarbeiter sind berechtigt, das Arbeitsverhältnis aus einem wichtigen

Grund fristlos zu kündigen, wenn Tatsachen vorliegen, aufgrund derer dem Kündigenden unter

Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider

Vertragsteile die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder bis zu

der vereinbarten Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

(2) Ein wichtiger Grund für eine außerordentliche Kündigung ist insbesondere

1. ein Verhalten, das eine grobe Missachtung der evangelischen Kirche oder ihrer Ordnungen und

somit eine Beeinträchtigung der Glaubwürdigkeit des kirchlichen Dienstes darstellt,

2. der Verlust der Rechte aus der Ordination oder Vokation,

3. der Austritt aus der evangelischen Kirche oder einer anderen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher

Kirchen in Deutschland angehörenden Kirche.

(3) Die außerordentliche Kündigung nach Absätzen 1 und 2 kann nur innerhalb von zwei Wochen

erfolgen. Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem der Kündigungsberechtigte von den für die

Kündigung maßgebenden Tatsachen Kenntnis erlangt. Der Kündigende muss dem Gekündigten auf

Verlangen den Kündigungsgrund unverzüglich schriftlich mitteilen.

(4) Der Dienstgeber kann das Arbeitsverhältnis ausnahmsweise mit einer Frist von einem Jahr zum

Schluss eines Kalendervierteljahres kündigen, wenn die Weiterbeschäftigung des Mitarbeiters deshalb

nicht mehr möglich ist, weil die Dienststelle oder Einrichtung, in der er bisher tätig war, wesentlich

eingeschränkt oder aufgelöst wird und die wirtschaftlichen Nachteile durch den Dienstgeber

abgemildert werden. Wurde dem Mitarbeiter eine zumutbare im Wesentlichen gleichwertige und

entsprechend gesicherte Beschäftigungsmöglichkeit nachgewiesen, auch wenn er in dieser

Beschäftigung eine Vergütungsgruppe niedriger eingruppiert ist, und nimmt der Mitarbeiter diese

Beschäftigung nicht an, kann der Dienstgeber das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von sechs Monaten

zum Schluss eines Kalendervierteljahres kündigen. In diesem Fall stehen dem Mitarbeiter keine

Leistungen des Dienstgebers zur Abmilderung wirtschaftlicher Nachteile zu.

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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§ 36 Zeugnis

(1) Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat der Mitarbeiter Anspruch auf ein schriftliches

Zeugnis über Art und Dauer seiner Tätigkeit, das sich auch auf Führung und Leistung erstrecken muss

(Endzeugnis).

(2) Aus triftigen Gründen kann der Mitarbeiter auch während des Arbeitsverhältnisses ein Zeugnis

verlangen (Zwischenzeugnis).

(3) Bei bevorstehender Beendigung des Arbeitsverhältnisses kann der Mitarbeiter ein Zeugnis über

Art und Dauer seiner Tätigkeit verlangen (vorläufiges Zeugnis).

(4) Die Zeugnisse gemäß den Absätzen 1 bis 3 sind unverzüglich auszustellen.

§ 37 Ausschlussfrist

(1) Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis verfallen, wenn sie nicht innerhalb einer Ausschlussfrist

von sechs Monaten nach Fälligkeit von dem Mitarbeiter oder vom Dienstgeber schriftlich geltend

gemacht werden. Für denselben Sachverhalt reicht die einmalige Geltendmachung des Anspruchs auch

für später fällige Leistungen aus.

(2) Absatz 1 gilt nicht für Ansprüche aus einem Sozialplan.

§ 38 Reisekosten

Für die Erstattung der Reisekosten finden die für Kirchenbeamte jeweils geltenden Bestimmungen

entsprechende Anwendung.

§ 39 Forderungsübergang bei Dritthaftung

Kann der Mitarbeiter aufgrund gesetzlicher Vorschriften von einem Dritten Schadensersatz wegen

des Verdienstausfalls beanspruchen, der ihm durch die Arbeitsunfähigkeit entstanden ist, geht dieser

Anspruch insoweit auf den Dienstgeber über, als dieser dem Mitarbeiter Entgelt gezahlt hat.

§ 40 Sonderregelung für Mitarbeiter als Lehrkräfte

(1) Diese Sonderregelung gilt für Mitarbeiter als Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen und

berufsbildenden Schulen (Berufs-, Berufsfach- und Fachschulen) sowie für gemeindepädagogische

und sonstige kirchliche Mitarbeiter, die an staatlichen bzw. nichtkirchlichen privaten Schulen

Religionsunterricht erteilen.

(2) Ergänzend zu § 3 Absatz 9 gelten die Bestimmungen, die zur Verhütung der Verbreitung

übertragbarer Krankheiten durch die Schulen allgemein erlassen sind.

(3) Die §§ 6 bis 10 und 25 finden keine Anwendung. Es gelten die Bestimmungen für vergleichbare

beamtete Lehrkräfte entsprechend. Sind solche nicht vorhanden, so sind arbeitsvertraglich Regelungen

zu treffen.

(4) Abweichend von §§ 11 ff. richtet sich die Eingruppierung nach den jeweiligen Landesregelungen

für vergleichbare Lehrkräfte. Die Eingruppierung der gemeindepädagogischen und sonstigen

kirchlichen Mitarbeiter im Sinne von Absatz 1 erfolgt nach Maßgabe des jeweiligen

Gestellungsvertrages; hiervon kann nur unter Anwendung der für den Mitarbeiter geltenden

Eingruppierungsordnung abgewichen werden.

(5) Abweichend von §§ 14 f. kann durch Dienstvereinbarung (§ 36 MVG.EKD) vereinbart werden,

dass die für Lehrer an den entsprechenden staatlichen Schulen geltenden Entgelt- bzw.

Besoldungsregelungen einschließlich der Regelungen für eine Jahressonderzahlung anzuwenden sind.

(6) § 15 Absatz 3 Satz 1 ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass für neu zu begründende

Arbeitsverhältnisse von Lehrkräften die zur Vorbereitung auf den Lehrerberuf abgeleistete Zeit des

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Referendariats oder des Vorbereitungsdienstes im Umfang von sechs Monaten auf die Stufenlaufzeit

der Stufe 1 angerechnet wird.

(7) Die §§ 28 bis 30 finden keine Anwendung. Es gelten die Bestimmungen für die entsprechenden

Lehrkräfte im Landesdienst.

Wird die Lehrkraft während der Schulferien durch Unfall oder Krankheit arbeitsunfähig, so hat sie

dies unverzüglich anzuzeigen. Die Fristen des § 21 Absatz 3 beginnen mit dem Tage der

Arbeitsunfähigkeit.

Die Lehrkraft hat sich nach Ende der Schulferien oder, wenn die Krankheit länger dauert, nach

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit zur Arbeitsleistung zur Verfügung zu stellen.

Für die Inanspruchnahme der Lehrkraft während der den Urlaub in den Schulferien übersteigenden

Zeit gelten die Bestimmungen für die entsprechenden Lehrkräfte im Landesdienst.

(8) Abweichend von § 33 Absatz 1 endet das Arbeitsverhältnis mit dem Ablauf des Schulhalbjahres

(31. Januar bzw. 31. Juli), in dem der Mitarbeiter das gesetzlich festgelegte Alter zum Erreichen einer

abschlagsfreien Regelaltersrente vollendet.

(9) § 34 Absatz 3 findet mit der Maßgabe Anwendung, dass die bei deutschen Auslandsschulen

verbrachten Zeiten als Beschäftigungszeit angerechnet werden können.

(10) § 34 Absatz 1 findet mit der Maßgabe Anwendung, dass eine ordentliche Kündigung nur zum

Ablauf des 31. Januar oder des 31. Juli eines Jahres zulässig ist.

§ 41 Sonderregelung für Mitarbeiter im gemeindepädagogischen Dienst

(1) Diese Sonderregelung gilt für Mitarbeiter im gemeindepädagogischen Dienst.

(2) § 28 findet mit der Maßgabe Anwendung, dass Urlaub grundsätzlich nur in den Schulferien

genommen werden kann.

(3) Weiteres wird in einer Arbeitsrechtsregelung bestimmt. Bis zu deren Inkrafttreten findet

Anlage 7 „Orientierungsrahmen - Arbeitszeit Gemeindepädagogen“ unter Berücksichtigung von § 6

sinngemäß Anwendung.

§ 42 Sonderregelung für Mitarbeiter im kirchenmusikalischen Dienst

Die Sonderregelung für Mitarbeiter im kirchenmusikalischen Dienst wird in einer

Arbeitsrechtsregelung getroffen.

§ 43 Sonderregelung für Mitarbeiter im Küsterdienst

Die Sonderregelung für Mitarbeiter im Küsterdienst wird in einer Arbeitsrechtsregelung getroffen.

§ 44 Regelung zum Besitzstand

(1) Ergibt sich für den Mitarbeiter, der am Tag vor Inkrafttreten dieser KAVO in einem

Arbeitsverhältnis zum Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburgs oder zum Pommerschen

Evangelischen Kirchenkreis, zu Kirchengemeinden sowie kirchlichen Körperschaften des öffentlichen

Rechts und deren rechtlich unselbständigen Diensten, Werken und Einrichtungen im Gebiet der beiden

Kirchenkreise steht, aus § 14 ein geringeres Tabellenentgelt, so erhält dieser Mitarbeiter für die Dauer

der unveränderten Tätigkeit eine dynamische Besitzstandszulage. Die Besitzstandszulage bemisst sich

aus der Differenz zwischen der bisherigen Eingruppierung und der Eingruppierung nach § 11 aufgrund

der Anlage 5 „Entgelttabelle“. Die Stufenzuordnung und die Stufenlaufzeit bleiben unberührt.

(2) Ist der Mitarbeiter einer individuellen Endstufe innerhalb der Entgeltgruppe zugeordnet, gilt

diese individuelle Endstufe für die Dauer der unveränderten Tätigkeit fort. Die individuelle Endstufe

verändert sich um denselben Vomhundertsatz bzw. im selben Umfang wie die höchste Stufe der

jeweiligen Entgeltgruppe. Wird der Mitarbeiter aus einer individuellen Endstufe höhergruppiert, so

erhält er in der höheren Entgeltgruppe mindestens den Betrag, der seiner bisherigen individuellen

Endstufe entspricht.

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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(3) Für die bis zum Inkrafttreten dieser KAVO ununterbrochen fortbestehenden Arbeitsverhältnisse

werden die vor dem 1. Januar 2013 anerkannten Beschäftigungszeiten als Beschäftigungszeit im Sinne

des § 34 Absatz 3 berücksichtigt.

(4) Für die Anwendung von § 23 Absätze 1 und 2 werden die vor dem 1. Januar 2013

zurückgelegten Zeiten, die nach Maßgabe des § 39 KAVO 1992 in den Bereichen der Evangelisch-

Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und der Pommerschen Evangelischen Kirche anerkannte

Dienstzeiten sind, als Beschäftigungszeit berücksichtigt.

Anmerkung zu § 44:

Dies gilt auch für den Mitarbeiter der ehemaligen Evangelisch-Lutherischen Landeskirche

Mecklenburgs und der Pommerschen Evangelischen Kirche, der im Wege der Gesamtrechtsnachfolge

Mitarbeiter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland geworden ist und in

kirchenkreislichen Aufgaben im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg oder im

Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis tätig ist und bis 31. Mai 2013 diese KAVO als

Arbeitsvertragsgrundlage vereinbart.

§ 45 In-Kraft-Treten

Diese Kirchliche Arbeitsvertragsordnung tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2013 in Kraft.

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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Anlage 1 „Anstellungsvoraussetzung Kirchenmitgliedschaft“

1. Stellen im Bereich Verkündigung, Seelsorge, Unterweisung und Leitung dürfen nur mit Personen

besetzt werden, die einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland angehören.

2. Stellen, die nicht der Verkündigung, Seelsorge, Unterweisung und Leitung zuzuordnen sind,

können auch mit Personen besetzt werden, die einer Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft

Christlicher Kirchen in Deutschland oder der Vereinigung Evangelischer Freikirchen angehören.

3. In Stellen nach Ziffer 2, in denen sich auf eine Ausschreibung hin keine geeignete Person bewirbt,

die einer Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland oder der

Vereinigung Evangelischer Freikirchen angehört, wird eine befristete Anstellung für einen

Zeitraum von maximal zwei Jahren ermöglicht. In diesen Fällen ist eine Begleitung des

betreffenden Mitarbeiters durch Angebote sicherzustellen, die es der Person ermöglicht, sich mit

den Grundsätzen des christlichen Glaubens auseinanderzusetzen.

4. Eine Entfristung der Arbeitsverträge ist in den Bereichen Erziehung und Bildung

(Kindertagesstätten und Schulen), Beratungsstellen und Verwaltung nur möglich, wenn innerhalb

der Zweijahresfrist eine Kirchenmitgliedschaft entsprechend Ziffer 2 erworben wird.

5. Ist die Existenz einer Einrichtung oder eines Arbeitsbereiches dadurch gefährdet, dass auch zum

Ablauf der Zweijahresfrist nachweislich auf eine erneute Ausschreibung hin keine Person zu

finden ist, die das Kriterium Kirchenmitgliedschaft entsprechend Ziffer 2 erfüllt, kann eine

Entfristung des Arbeitsvertrages vorgenommen werden.

Anlage 2 „Arbeitszeitkonto“

1. Das Arbeitszeitkonto für den Mitarbeiter führt der Dienstgeber.

2. In der Dienstvereinbarung wird festgelegt, ob Arbeitszeitkonten im ganzen Betrieb, der ganzen

Dienststelle oder Teilen davon eingerichtet werden. Alle Mitarbeiter der Betriebs-/Dienststelle, für

die ein Arbeitszeitkonto eingerichtet wird, werden von den Regelungen des Arbeitszeitkontos

erfasst.

3. Auf das Arbeitszeitkonto können Zeiten, die bei Anwendung des nach § 6 Absatz 2 festgelegten

Zeitraums als Zeitguthaben oder als Zeitschuld bestehen bleiben, nicht durch Freizeit

ausgeglichene Zeiten nach § 8 Absatz 1 Satz 5 und Absatz 2 sowie in Zeit umgewandelte

Zuschläge nach § 8 Absatz 1 Satz 4 gebucht werden. Weitere Kontingente (z. B. Rufbereitschafts-/

Bereitschaftsdienstentgelte) können durch Dienstvereinbarung zur Buchung freigegeben werden.

Der Mitarbeiter entscheidet für einen in der Dienstvereinbarung festgelegten Zeitraum, welche der

in Satz 1 genannten Zeiten auf das Arbeitszeitkonto gebucht werden.

4. Das Arbeitszeitkonto soll am Ende des Ausgleichszeitraums ausgeglichen sein. Ist dies nicht

möglich, erfolgt ein Übertrag. Auf Antrag des Mitarbeiters bestehen folgende alternative

Möglichkeiten:

a) Auszahlung des Zeitguthabens,

b) Übertragung des Zeitguthabens in das Langzeitkonto gemäß § 10 Absatz 2 KAVO-MP,

c) Kombination der genannten Möglichkeiten.

Bei Antrag auf Auszahlung des Zeitguthabens kann die Übertragung von maximal 40 Stunden auf

das Arbeitszeitkonto des Folgejahres angeordnet werden. Ein Minussaldo verfällt am Ende des

Ausgleichszeitraums zu Gunsten des Mitarbeiters, wenn der Ausgleich aus betriebsbedingten

Gründen nicht erfolgen konnte.

5. Als Ausgleichszeitraum gilt das Kalenderjahr. Stichtag für den Ausgleich ist der 31. Dezember.

Statt des Kalenderjahres kann ein anderer 12monatiger Ausgleichszeitraum festgelegt werden.

6. Die Inanspruchnahme des Arbeitszeitkontos erfolgt entsprechend den Grundsätzen der Gewährung

von Erholungsurlaub.

7. Dienstgeber und Mitarbeiter können zur Schaffung von beschäftigungsfreien Zeiten

(Zeitausgleich) das Arbeitszeitkonto in Anspruch nehmen. Die Ankündigungsfristen betragen bei

einem beschäftigungsfreien Zeitraum von drei bis zehn Tagen zwei Wochen und bei einem

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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beschäftigungsfreien Zeitraum von mehr als zehn Tagen vier Wochen. Einzelne

beschäftigungsfreie Tage bedürfen einer Ankündigungsfrist von drei Tagen. Eine kurzfristigere

Inanspruchnahme kann im gegenseitigen Einvernehmen erfolgen.

8. Im Falle einer unverzüglich angezeigten und durch ärztliches Attest nachgewiesenen

Arbeitsunfähigkeit während eines Zeitausgleichs vom Arbeitszeitkonto tritt eine Minderung des

Zeitguthabens nicht ein.

9. Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ist das Arbeitszeitkonto bis zum Austritt auszugleichen.

Ist ein Ausgleich aus dienstlichen Gründen nicht möglich, ist das Zeitguthaben abzugelten.

10. Im Falle des Todes des Mitarbeiters wird das Zeitguthaben an die Anspruchsberechtigten

ausgezahlt.

Musterdienstvereinbarung

Dienstvereinbarung zur Einführung von Arbeitszeitkonten

(gemäß § 10 Absatz 1 KAVO-MP)

zwischen

nachfolgend: Dienstgeber

und der Mitarbeitervertretung

nachfolgend: Mitarbeitervertretung

Zwischen dem Dienstgeber und der Mitarbeitervertretung wird für die Einrichtung von

Arbeitszeitkonten folgende Vereinbarung geschlossen:

1. Die Möglichkeit der Einrichtung von Arbeitszeitkonten gemäß Anlage 2 „Arbeitszeitkonto“

KAVO-MP wird vereinbart.

2. Diese Vereinbarung tritt am in Kraft.

3. Diese Vereinbarung gilt für folgende Betriebsteile/-bereiche:

a)

b)

c)

4. Zur Buchung auf das Arbeitszeitkonto werden folgende Kontingente freigegeben:

a)

b)

c)

5. Der Ausgleichszeitraum von 12 Monaten beginnt am und endet am .

Ort, Datum

Dienstgeber Mitarbeitervertretung

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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Anlage 3 „Langzeitkonto“

Anlage 4 „Eingruppierungsordnung“

Verzeichnis

A. Grundsätze

B. Tätigkeitsmerkmale für bestimmte Mitarbeitergruppen

1. Archiv-, Bibliotheksdienst

2. Diakone/Gemeindepädagogen

3. Friedhofsdienst

4. Gemeindlicher Verwaltungsdienst

5. Hauswirtschaftsdienst

6. Kirchenmusikalischer Dienst

7. Kranken- und Pflegedienst

8. Küsterdienst/Hausmeisterdienst

9. Sozial- und Erziehungsdienst

C. Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

A. Grundsätze

1. Für die Eingruppierung ist nach § 11 KAVO-MP mindestens die Hälfte der dem Mitarbeiter

übertragenen Tätigkeiten ausschlaggebend. Somit führen die Tätigkeiten zu der tarifrechtlich

korrekten Eingruppierung, wenn zeitlich mindestens zur Hälfte Arbeitsvorgänge anfallen, die

für sich genommen die Anforderungen eines Merkmals oder mehrerer Merkmale dieser

Grundmerkmale erfüllen.

Bei der Bewertung der Tätigkeit sind die dem Mitarbeiter übertragenen Arbeitsvorgänge

entscheidend.

Arbeitsvorgänge sind Arbeitsleistungen (einschließlich Zusammenhangsarbeiten), die bezogen

auf den Aufgabenkreis des Mitarbeiters zu einem bei natürlicher Betrachtung abgrenzbaren

Arbeitsergebnis führen (z. B. unterschriftsreife Bearbeitung einer Einstellung, Erarbeiten von

Erbbaurechtsverträgen oder die Aufstellung kirchlicher Haushaltspläne).

Jeder einzelne Arbeitsvorgang ist als solcher zu bewerten und darf dabei hinsichtlich der

Anforderungen zeitlich nicht aufgespaltet werden.

2. (1) Für das Verhältnis der Teile B und C zueinander gelten die Regelungen der Absätze 2 bis 4.

(2) Für den Mitarbeiter, dessen Tätigkeit in besonderen Tätigkeitsmerkmalen des Teils B

aufgeführt ist, gelten nur die Tätigkeitsmerkmale dieses Teils. Die Tätigkeitsmerkmale des

Teils C (Allgemeiner Teil) gelten für diesen Mitarbeiter weder in der Entgeltgruppe, in der

seine Tätigkeit in Teil B aufgeführt ist, noch in einer höheren Entgeltgruppe. Die Sätze 1 und 2

gelten nicht für den sonstigen Mitarbeiter der Entgeltgruppen 13 bis 15 des Allgemeinen Teils,

der aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und seiner Erfahrung eine entsprechende Tätigkeit im

Sinne des Allgemeinen Teils ausübt, es sei denn, dass seine Tätigkeit in besonderen

Tätigkeitsmerkmalen des Teils B aufgeführt ist.

(3) Für den Mitarbeiter, dessen Tätigkeit nicht in Teil B aufgeführt ist, gelten die

Tätigkeitsmerkmale des Teils C, sofern in Absatz 2 nicht etwas anderes geregelt ist.

(4) Ist in einem Tätigkeitsmerkmal des Teils B oder C eine Vorbildung oder Ausbildung als

Anforderung bestimmt, ohne dass der sonstige Mitarbeiter, der aufgrund gleichwertiger

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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Fähigkeiten und seiner Erfahrung eine entsprechende Tätigkeit ausübt, davon erfasst wird, ist

der Mitarbeiter, der die geforderte Vorbildung oder Ausbildung nicht besitzt, bei Erfüllung der

sonstigen Anforderungen des Tätigkeitsmerkmals in der nächst niedrigeren Entgeltgruppe (eine

Entgeltgruppe niedriger) eingruppiert. Dies gilt entsprechend für Tätigkeitsmerkmale, die bei

Erfüllung qualifizierter Anforderungen eine höhere Eingruppierung vorsehen. Für

Tätigkeitsmerkmale in der Entgeltgruppe 9 ohne Zusatz gilt die Entgeltgruppe 9 mit dem

Zusatz „Stufe 3 nach 5 Jahren in Stufe 2, Stufe 4 nach 9 Jahren in Stufe 3, keine Stufen 5 und

6“ als nächst niedrigere Entgeltgruppe.

3. Für den Mitarbeiter im Pflegedienst gelten nur die Tätigkeitsmerkmale des Teils B.7.

4. Das Tätigkeitsmerkmal der Entgeltgruppe 1 des Teils C gilt unabhängig von der Nummer 1 für

Tätigkeiten des Teils B.

5. Soweit die Eingruppierung von der Zahl der unterstellten Mitarbeiter abhängig ist, rechnen

hierzu auch Mitarbeiter der vergleichbaren Besoldungsgruppen. Bei der Zahl der unterstellten

bzw. beaufsichtigten oder der in dem betreffenden Bereich beschäftigten Personen zählen

Teilzeitbeschäftigte entsprechend dem Verhältnis der mit ihnen im Arbeitsvertrag vereinbarten

Arbeitszeit zur regelmäßigen Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten. Für die Eingruppierung

ist es unschädlich, wenn im Organisations- und Stellenplan zur Besetzung ausgewiesene

Stellen nicht besetzt sind.

6. Ständige Vertreter sind nicht die Vertreter in Urlaubs- und sonstigen Abwesenheitsfällen.

7. (1) Aufgrund des Artikels 37 des Einigungsvertrages und der Vorschriften hierzu als

gleichwertig festgestellte Abschlüsse, Prüfungen und Befähigungsnachweise stehen ab dem

Zeitpunkt ihres Erwerbs den in den Tätigkeitsmerkmalen geforderten entsprechenden

Anforderungen gleich. Ist die Gleichwertigkeit erst nach Erfüllung zusätzlicher Erfordernisse

festgestellt worden, gilt die Gleichstellung ab der Feststellung.

(2) Der Facharbeiter mit einem im Beitrittsgebiet erworbenen Facharbeiterzeugnis, das nach

Artikel 37 des Einigungsvertrages und der Vorschriften hierzu dem Prüfungszeugnis in einem

anerkannten Ausbildungsberuf mit einer Ausbildungsdauer von mindestens drei Jahren bzw.

einer kürzeren Ausbildungsdauer gleichgestellt ist, wird bei entsprechender Tätigkeit wie der

Mitarbeiter mit erfolgreich abgeschlossener Ausbildung in einem solchen Ausbildungsberuf

eingruppiert.

8. Erfolgt eine Eingruppierung nach einem besonderen Tätigkeitsmerkmal des Teils B, kommt es

auf die berufliche Vorbildung nicht an, es sei denn, das Tätigkeitsmerkmal fordert eine

bestimmte Ausbildung oder eine andere berufliche Qualifikation.

9. Anerkannte Ausbildungsberufe sind die nach dem Berufsbildungsgesetz staatlich anerkannten

oder als staatlich anerkannt geltenden Ausbildungsberufe.

B. Tätigkeitsmerkmale für bestimmte Mitarbeitergruppen

B. 1 Archiv-, Bibliotheksdienst

Entgeltgruppe

Anforderungen

E 11 1. Diplombibliothekar, der für eine Bücherei mit einem Bestand von mindestens 70.000

Medieneinheiten als Berater auf schwierigen Sachgebieten beschäftigt ist und dessen

Tätigkeit besonders hervorragende Fachkenntnisse voraussetzt.

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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E 10 1. Diplombibliothekar mit entsprechender Tätigkeit,

a) dem mindestens ein Diplombibliothekar mit mindestens der Entgeltgruppe 9

unterstellt ist,

b) als Leiter einer Bücherei mit einem Bestand von mindestens 40.000 Medieneinheiten.

2. Mitarbeiter mit abgeschlossener Fachausbildung für den gehobenen Archivdienst, dem

mehrere Archivbeschäftigte oder gleichwertige Fachkräfte mindestens der

Entgeltgruppe 9 unterstellt sind.

E 9 1. Diplombibliothekar mit entsprechender Tätigkeit.

2. Mitarbeiter mit abgeschlossener Fachausbildung für den gehobenen Archivdienst und

entsprechender Tätigkeit.

E 7 1. Mitarbeiter einer Bücherei in einer Tätigkeit, die gründliche und vielseitige

Fachkenntnisse im Bibliotheksdienst und in nicht unerheblichem Umfang

selbstständige Leistungen erfordert.

2. Mitarbeiter im Archiv in einer Tätigkeit, die gründliche und vielseitige

Fachkenntnisse im Archivdienst und in nicht unerheblichem Umfange selbstständige

Leistungen erfordert.

E 5 1. Mitarbeiter einer Bücherei mit gründlichen Fachkenntnissen im Bibliotheksdienst.

2. Mitarbeiter in Archiv, Museum oder anderer wissenschaftlicher Einrichtung mit

gründlichen Fachkenntnissen.

E 4 1. Mitarbeiter mit schwieriger Tätigkeit in Bücherei, Archiv, Museum oder anderer

wissenschaftlicher Einrichtung. (keine Stufe 6)

B. 2 Diakone/Gemeindepädagogen

Vorbemerkung

Referentenstelle

In Referentenstellen werden Aufgaben des Kirchenkreises wahrgenommen (z. B. als

Regionalreferent oder Mitarbeiter in der Propstei-Kinder-Jugendarbeit)

Entgeltgruppe

Anforderungen

E 14 1. Diakon/Gemeindepädagoge mit Ordination in pfarramtlicher Tätigkeit

E 11 1. Diakon/Gemeindepädagoge in Referentenstelle

E 10 1. Diakon/Gemeindepädagoge mit Fachhochschulausbildung und entsprechender

Tätigkeit.

E 9 1. Diakon/Gemeindepädagoge mit Fachschulausbildung und entsprechender Tätigkeit

E 5 1. Gemeindepädagoge mit theologisch-pädagogischer Teilausbildung

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B. 3 Friedhofsdienst

Vorbemerkung

Friedhofsfläche

Bei der Verwaltung mehrerer Friedhöfe ist deren Gesamtfläche für die Eingruppierung

maßgebend. Die Flächenzahl beinhaltet nur gewidmete Friedhöfe.

Entgeltgruppe

Anforderungen

E 9 1. Friedhofsverwalter von Friedhöfen mit einer Fläche von mehr als 15 ha

E 8 1. Friedhofsverwalter von Friedhöfen mit einer Fläche von 5 ha bis 15 ha

E 7 1. Friedhofsverwalter von Friedhöfen mit einer Fläche von 3 ha bis 5 ha

E 6 1. Gärtnermeister mit Aufsichtsfunktion über Hilfskräfte auf Friedhöfen

E 5 1. Gärtner mit abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechender Tätigkeit

2. Landschaftspfleger mit abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechender

Tätigkeit

3. Friedhofsverwalter von Friedhöfen mit einer Fläche bis zu 3 ha

E 2 1. Hilfskraft auf Friedhöfen.

B. 4 Gemeindlicher Verwaltungsdienst

Vorbemerkung

Gründliche Fachkenntnisse

Die gründlichen Fachkenntnisse werden grundsätzlich im Rahmen einer förderlichen

Berufsausbildung (abgeschlossene Berufsausbildung in einem kaufmännischen oder

Verwaltungsberuf) erworben. Gründliche Fachkenntnisse sind insbesondere für folgende

Tätigkeiten erforderlich:

a) Gestaltung von Gemeindepublikationen

b) Inhaltliche / sachliche externe Korrespondenz

c) Führen von Ergebnisprotokollen

d) Ausführung des Gemeindehaushalts

Entgeltgruppe

Anforderungen

E 7 1. Leitungssekretär

E 5 1. Verwaltungsfachkraft

2. Gemeindesekretär mit gründlichen Fachkenntnissen

E 3 1. Gemeindesekretär

B. 5 Hauswirtschaftsdienst

Vorbemerkung

Hauswirtschaftsleiter

Mitarbeiter mit staatlicher Prüfung oder mit staatlicher Anerkennung als

Hauswirtschaftsleiter, als Wirtschaftsleiter oder als hauswirtschaftlicher Betriebsleiter.

Küchenmeister

Mitarbeiter, der bei der Industrie- und Handelskammer die Prüfung als Küchenmeister

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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bestanden hat. Dem Küchenmeister wird ein Koch mit abgeschlossener Berufsausbildung

und sechsjähriger Berufsausübung als Koch gleichgestellt.

Wirtschafter

Mitarbeiter mit staatlicher Prüfung als Wirtschafter, der

a) mit der selbstständigen Führung der gesamten Hauswirtschaft oder

b) mit der selbstständigen Erledigung von Teilgebieten der Hauswirtschaft oder in

Teilgebieten der Küchenwirtschaft, z. B. Aufstellen des Speiseplans, Zubereitung der

Nahrung oder Beaufsichtigen des Küchenpersonals, Bestellen und Berechnen der

Nahrungsmittel oder in Teilgebieten der Hauspflege, z. B. Aufsicht über Pflege und

Reinigen des Hauses, Beschaffen der Pflege- und Reinigungsmittel oder in

Teilgebieten der Wäschereinigung und -pflege, z. B. Aufsicht über Reinigen und

Instandhalten der Wäsche, Beschaffen und Kontrollieren der Wäsche oder in

Teilgebieten der Materialverwaltung, z. B. Beschaffen, Ausgeben, Abrechnen und

Kontrollieren von Material, beauftragt ist.

Gleichstellung mit Wirtschaftern

Ein Mitarbeiter, der mindestens fünf Jahre die Tätigkeit von Wirtschaftern ausgeübt hat,

ohne die staatliche Prüfung abgelegt zu haben, ist Hauswirtschaftern mit staatlicher

Prüfung gleichgestellt.

Einfache Tätigkeiten

Tätigkeiten, die keine Vor- und Ausbildung, aber eine Einarbeitung erfordern, die über

eine sehr kurze Einweisung oder Anlernphase hinausgeht. Die Einarbeitung dient dem

Erwerb derjenigen Kenntnisse und Fertigkeiten, die für die Beherrschung der

Arbeitsabläufe als solche erforderlich sind.

Entgeltgruppe

Anforderungen

E 9 1. Hauswirtschaftsleiter mit Fachhochschulausbildung im Bereich Betriebswirtschaft oder

Verwaltung (Diplombetriebswirt (FH), Diplomverwaltungswirt (FH) )

2. Graduierter Oekotrophologe mit staatlicher Prüfung und entsprechender Tätigkeit

E 8 1. Hauswirtschaftsleiter mit staatlicher Prüfung oder mit staatlicher Anerkennung in

Stelle mit besonderer Verantwortung

2. Oekotrophologe mit staatlicher Prüfung in einer Stelle mit besonderer Verantwortung

E 7 1. Hauswirtschaftsleiter mit staatlicher Prüfung oder mit staatlicher Anerkennung in

entsprechender Tätigkeit

2. Diätassistent mit staatlicher Anerkennung in entsprechender Tätigkeit

3. Oekotrophologe mit staatlicher Prüfung in einer entsprechenden Tätigkeit

E 6 1. Küchenmeister

E 5 1. Hauswirtschafter mit abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechender Tätigkeit

2. Koch mit abgeschlossener Berufsausbildung und entsprechender Tätigkeit

E 3 1. Mitarbeiter im Hauswirtschaftsdienst mit Tätigkeit, für die eine eingehende

Einarbeitung bzw. ein fachliches Anlernen erforderlich ist, die über eine Einarbeitung

im Sinne der Entgeltgruppe 2 hinausgeht

E 2 1. Mitarbeiter im Hauswirtschaftsdienst mit einfacher Tätigkeit

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B. 6 Kirchenmusikalischer Dienst

Vorbemerkung

Funktionszulage

Ein Kirchenmusiker mit mindestens B-Prüfung in der Funktion als Kirchenkreismusiker/

Propsteikirchenmusiker erhält für die Dauer der Wahrnehmung der Funktion eine

persönliche Zulage in Höhe von 105,00 €. Wird diese Funktion mit einem

Beschäftigungsumfang von nicht mehr als 50 % einer Vollbeschäftigung übertragen,

erhält er die Zulage in Höhe von 55,00 €.

Entgeltgruppe

Anforderungen

E 14 1. Kirchenmusiker mit A-Prüfung auf einer A-Stelle mit besonderer Schwierigkeit und

Bedeutung

E 13 1. Kirchenmusiker mit A-Prüfung auf einer A-Stelle

E 10 1. Kirchenmusiker auf einer B-Stelle mit mindestens B-Prüfung

E 6 1. Kirchenmusiker auf einer C-Stelle mit mindestens C-Prüfung

E 3 1. Kirchenmusiker mit D-Prüfung

B. 7 Kranken- und Pflegedienst

Vorbemerkung

Mitarbeiter in der Gemeindekrankenpflege

Nach diesen Tätigkeitsmerkmalen sind auch Mitarbeiter in der Gemeindekrankenpflege,

die ihren Dienst nicht im Rahmen einer Diakoniestation wahrnehmen, eingruppiert.

Gleichstellung der verwaltungseigenen Prüfung

Der einjährigen Ausbildung ist einer abgeschlossenen verwaltungseigenen Ausbildung

gleichgestellt, wenn sie mindestens 240 Unterrichtsstunden umfasst.

Altenpfleger mit zweijähriger Ausbildung

Für Altenpfleger mit einer zweijährigen Ausbildung verlängert sich das Erfordernis der

beruflichen Tätigkeit um ein Jahr.

Zusatzausbildung

Eine abgeschlossene zusätzliche Ausbildung im Sinne dieses Tätigkeitsmerkmals liegt

nur vor, wenn sie mindestens 800 Unterrichtsstunden umfasst.

Entgeltgruppenzulage

Tätigkeitsmerkmale, die mit einem * gekennzeichnet sind, erhalten eine monatliche

Entgeltgruppenzulage in Höhe von 105,00 €.

Entgeltgruppe

Anforderungen

E 10 1. Gesundheits-, Kranken- oder Altenpfleger mit mindestens dreijähriger beruflicher

Tätigkeit als Leiter einer Diakoniestation, dem mindestens zwölf Mitarbeiter im

Pflegedienst ständig unterstellt sind

E 9 1. Gesundheits-, Kranken- oder Altenpfleger mit mindestens dreijähriger beruflicher

Tätigkeit als Leiter einer Diakoniestation, dem mindestens sechs Mitarbeiter im

Pflegedienst ständig unterstellt sind*

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2. Gesundheits-, Kranken- oder Altenpfleger mit abgeschlossener zusätzlicher

Ausbildung in der Gemeindekrankenpflege oder Gemeindealtenpflege als Leiter einer

Diakoniestation, dem mindestens sechs Mitarbeiter im Pflegedienst ständig unterstellt

sind*

3. Gesundheits-, Kranken- oder Altenpfleger mit mindestens dreijähriger beruflicher

Tätigkeit als ausdrücklich bestellter Vertreter eines Mitarbeiters der Entgeltgruppe 10

Fallgruppe 1*

4. Gesundheits-, Kranken- oder Altenpfleger mit abgeschlossener zusätzlicher

Ausbildung in der Gemeindekrankenpflege oder Gemeindealtenpflege als

ausdrücklich bestellter Vertreter eines Mitarbeiters der Entgeltgruppe 10 Fallgruppe

1*

5. Gesundheits-, Kranken- oder Altenpfleger mit mindestens dreijähriger beruflicher

Tätigkeit als ausdrücklich bestellter Vertreter eines Mitarbeiters der Fallgruppen 1

oder 2

6. Gesundheits-, Kranken- oder Altenpfleger mit abgeschlossener zusätzlicher

Ausbildung in der Gemeindekrankenpflege oder Gemeindealtenpflege als

ausdrücklich bestellter Vertreter eines Mitarbeiters der Fallgruppen 1 oder 2

7. Gesundheits-, Kranken- oder Altenpfleger mit mindestens dreijähriger beruflicher

Tätigkeit als Leiter einer Diakoniestation (keine Stufen 5 und 6, Stufe 3 nach 5

Jahren in Stufe 2, Stufe 4 nach 9 Jahren in Stufe 3)

8. Gesundheits-, Kranken- oder Altenpfleger mit abgeschlossener zusätzlicher

Ausbildung in der Gemeindekrankenpflege oder Gemeindealtenpflege als Leiter einer

Diakoniestation (keine Stufen 5 und 6, Stufe 3 nach 5 Jahren in Stufe 2, Stufe 4 nach

9 Jahren in Stufe 3)

E 8 1. Gesundheits-, Kranken- oder Altenpfleger mit abgeschlossener zusätzlicher

Ausbildung in der Gemeindekrankenpflege oder Gemeindealtenpflege und

entsprechender Tätigkeit

E 7 1. Gesundheits-, Kranken- oder Altenpfleger mit entsprechender Tätigkeit

E 4 1. Krankenpflegehelfer oder Altenpflegehelfer mit mindestens einjähriger

abgeschlossener Ausbildung und entsprechender Tätigkeit

E 3 1. Pflegehelfer mit entsprechender Tätigkeit

B. 8 Küster- und Hausmeisterdienst

Vorbemerkung

Schwierige Tätigkeiten

Schwierige Tätigkeiten sind u. a. die eigenverantwortliche technische

Gebäudebewirtschaftung (erfasst auch die laufende Instandhaltung, das

Reinigungsmanagement, das Schlüsselmanagement sowie das Energiecontrolling).

Entgeltgruppe

Anforderungen

E 6 1. Küster mit schwieriger Tätigkeit und umfangreichem und vielfältigem Arbeitsbereich

im liturgischen Dienst

2. Küster oder Hausmeister, der sich aus der Entgeltgruppe 5 dadurch heraushebt, dass

ihm regelmäßig mindestens drei Mitarbeiter unterstellt sind

E 5 1. Küster mit schwieriger Tätigkeit

2. Hausmeister mit schwieriger Tätigkeit, die eine entsprechende handwerkliche

Berufsausbildung erfordert

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E 4 1. Küster

2. Hausmeister

E 3 1. Küster mit einfacher Tätigkeit

2. Hausmeister mit einfacher Tätigkeit

B. 9 Sozial- und Erziehungsdienst

Vorbemerkung

Kindertagesstätten

Kindertagesstätten sind Krippen, Kindergärten, Horte, Kinderbetreuungsstuben,

Kinderhäuser und Tageseinrichtungen der örtlichen Kindererholungsfürsorge.

Durchschnittsbelegung

Soweit die Eingruppierung von der Durchschnittsbelegung der jeweiligen Einrichtung

abhängt, ist die Zahl der tatsächlich belegten, nicht jedoch der vorhandenen Plätze

zugrundezulegen. Vorübergehend oder für kurze Zeit z. B. wegen Erkrankung nicht

belegte Plätze sind mitzurechnen. Zeiten, in denen die Einrichtung vorübergehend z. B.

wegen Betriebsferien nicht oder nur gering belegt ist, sind außer Betracht zu lassen. Bei

der Feststellung der Belegung ist von der täglichen Höchstbelegung auszugehen. Der

Ermittlung der Durchschnittsbelegung sind bei Schwankungen während des

Dienstverhältnisses die letzten zwölf Monate vor dem Tag, an dem die betreffende

arbeitsrechtliche Maßnahme (Herabgruppierung, Höhergruppierung, Änderungskündigung)

getroffen wird, zugrundezulegen. Ändert sich die Belegungszahl durch organisatorische

Maßnahmen auf Dauer (z. B. Schließung einer vorhandenen oder Hinzunahme einer

neuen Gruppe in einem Kindergarten oder Heim) so ist von dem Tage an, mit dem die

Änderung wirksam wird, von der geänderten Belegungszahl auszugehen. Bei

altersgemischten Gruppen, integrativen Gruppen oder Krabbelgruppen sind die

Berechnungszahlen unter Anwendung der landesspezifischen Vorgaben (z. B.

Kindertagesstättengesetze) ins Verhältnis zu setzen. Bei der Bestimmung der

Durchschnittsbelegung ist der Zeitpunkt des Beginns des Kindergartenjahres

maßgeblich. Dabei werden

- Kinder ab drei Jahren mit dem Faktor 1,0,

- Kinder unter drei Jahren mit dem Faktor 2,0 und

- behinderte oder von wesentlicher Behinderung bedrohte Kinder im Sinne von §

53 SGB IV mit dem Faktor 3,0 gerechnet.

Ständige Vertreter

Ständige Vertreter sind Erzieher, die durch ausdrückliche Anordnung als ständiger

Vertreter des Leiters von Kindertagesstätten bestellt sind. Ständige Vertreter sind nicht

die Vertreter in Urlaubs- und sonstigen Abwesenheitsfällen.

Entgeltgruppenzulage

Tätigkeitsmerkmale, die mit einem * gekennzeichnet sind, erhalten eine monatliche

Entgeltgruppenzulage in Höhe von 105,00 €.

Schwierige fachliche Tätigkeiten

Schwierige fachliche Tätigkeiten sind z. B.

a) Tätigkeiten in Einrichtungen für behinderte Menschen im Sinne des § 2 SGB IX,

b) alleinverantwortliche Betreuung von Gruppen z. B. in Randzeiten,

c) Tätigkeiten in Integrationsgruppen (Erziehungsgruppen, denen besondere Aufgaben

in der gemeinsamen Förderung behinderter und nicht behinderter Kinder zugewiesen

sind) mit einem Anteil von mindestens einem Drittel von behinderten Menschen im

Sinne des § 2 SGB IX in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung,

d) Tätigkeiten in Gruppen von behinderten Menschen im Sinne des § 2 SGB IX oder in

Gruppen von Kindern und Jugendlichen mit wesentlichen Erziehungsschwierigkeiten

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Entgeltgruppe

Anforderungen

E 12 1. Mitarbeiter als Leiter eines Erziehungsheims mit einer Durchschnittsbelegung von

mindestens 50 Plätzen

2. Mitarbeiter als Leiter einer Kindertagesstätte mit einer Durchschnittsbelegung von

mindestens 130 Plätzen

E 11 1. Mitarbeiter als Leiter einer Kindertagesstätte mit einer Durchschnittsbelegung von

mindestens 70 Plätzen

2. Mitarbeiter, der durch ausdrückliche Anordnung als ständiger Vertreter des Leiters

einer Kindertagesstätte mit einer Durchschnittsbelegung von mindestens 130 Plätzen

bestellt ist

E 10 1. Mitarbeiter als Leiter einer Kindertagesstätte mit einer Durchschnittsbelegung von

mindestens 40 Plätzen oder mindestens 2 Gruppen, sofern besondere pädagogischen

Anforderungen erfüllt werden

2. Mitarbeiter, der durch ausdrückliche Anordnung als ständiger Vertreter des Leiters

einer Kindertagesstätte mit einer Durchschnittsbelegung von mindestens 70 Plätzen

bestellt ist

E 9 1. Mitarbeiter als Leiter einer Kindertagesstätte mit einer Durchschnittsbelegung von

mindestens 40 Plätzen

2. Diplomsozialpädagoge mit entsprechender Tätigkeit

3. Erzieher mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit mit besonders

schwieriger fachlicher Tätigkeit (keine Stufen 5 und 6, Stufe 3 nach 5 Jahren in Stufe

2, Stufe 4 nach 9 Jahren in Stufe 3)

4. Erzieher mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit mit einer

besonderen Qualifikation (keine Stufen 5 und 6, Stufe 3 nach 5 Jahren in Stufe 2, Stufe

4 nach 9 Jahren in Stufe 3)

5. Heilpädagoge mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit (keine Stufen

5 und 6, Stufe 3 nach 5 Jahren in Stufe 2, Stufe 4 nach 9 Jahren in Stufe 3)

E 8 1. Erzieher mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit*

2. Heilerziehungspfleger mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit*

E 6 1. Kinderpfleger mit staatlicher Anerkennung oder mit staatlicher Prüfung und

entsprechender Tätigkeit mit schwieriger fachlicher Tätigkeit

E 5 1. Kinderpfleger mit staatlicher Anerkennung oder mit staatlicher Prüfung und

entsprechender Tätigkeit

2. Sozialassistent mit staatlicher Anerkennung oder mit staatlicher Prüfung und

entsprechender Tätigkeit

C. Allgemeine Tätigkeitsmerkmale

Vorbemerkung

Wissenschaftlicher Hochschulabschluss

Wissenschaftliche Hochschulen sind Universitäten, Technische Hochschulen sowie

andere Hochschulen, die nach Landesrecht als wissenschaftliche Hochschulen anerkannt

sind. Eine abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulbildung liegt vor, wenn das

Studium mit einer ersten Staatsprüfung oder mit einer Diplomprüfung oder mit einer

Masterprüfung beendet worden ist. Diesen Prüfungen steht eine Promotion oder die

Akademische Abschlussprüfung (Magisterprüfung) einer Philosophischen Fakultät nur

in den Fällen gleich, in denen die Ablegung einer ersten Staatsprüfung oder einer

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

- 31 -

Diplomprüfung oder einer Masterprüfung nach den einschlägigen

Ausbildungsvorschriften nicht vorgesehen ist.

Eine abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulbildung liegt auch vor, wenn der

Master an einer Fachhochschule erlangt wurde und den Zugang zum höheren Dienst

bzw. zur entsprechenden Qualifikationsebene eröffnet; dies setzt voraus, dass der

Masterstudiengang das Akkreditierungsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, solange

dies nach dem jeweils geltenden Beamtenrecht für den Zugang zum höheren Dienst

bzw. zur entsprechenden Qualifikationsebene gefordert ist.

Eine abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulbildung setzt voraus, dass die

Abschlussprüfung in einem Studiengang abgelegt wird, der seinerseits mindestens das

Zeugnis der Hochschulreife (allgemeine Hochschulreife oder einschlägige

fachgebundene Hochschulreife) oder eine andere landesrechtliche

Hochschulzugangsberechtigung als Zugangsvoraussetzung erfordert und für den

Abschluss eine Mindeststudienzeit von mehr als sechs Semestern - ohne etwaige

Praxissemester, Prüfungssemester o. Ä. - vorgeschrieben ist. Ein Bachelorstudiengang

erfüllt diese Voraussetzung auch dann nicht, wenn mehr als sechs Semester für den

Abschluss vorgeschrieben sind.

Ein Abschluss an einer ausländischen Hochschule gilt als abgeschlossene

wissenschaftliche Hochschulbildung, wenn er von der zuständigen Landesbehörde dem

deutschen Hochschulabschluss gleichgestellt ist.

Gründliche, umfassende Fachkenntnisse

Gründliche, umfassende Fachkenntnisse bedeuten gegenüber den in den Entgeltgruppen

6 bis 8 sowie in Entgeltgruppe 9 Fallgruppe 3 geforderten gründlichen und vielseitigen

Fachkenntnissen eine Steigerung der Tiefe und der Breite nach.

Selbstständige Leistungen

Selbstständige Leistungen erfordern ein den vorausgesetzten Fachkenntnissen

entsprechendes selbstständiges Erarbeiten eines Ergebnisses unter Entwicklung einer

eigenen geistigen Initiative; eine leichte geistige Arbeit kann diese Anforderung nicht

erfüllen.

Gründliche und vielseitige Fachkenntnisse

Die gründlichen und vielseitigen Fachkenntnisse brauchen sich nicht auf das gesamte

Gebiet der Verwaltung/des Betriebes, in der/dem der Mitarbeiter tätig ist, zu beziehen.

Der Aufgabenkreis des Mitarbeiters muss aber so gestaltet sein, dass er nur beim

Vorhandensein gründlicher und vielseitiger Fachkenntnisse ordnungsgemäß bearbeitet

werden kann.

Entgeltgruppenzulage

Tätigkeitsmerkmale, die mit einem * gekennzeichnet sind, erhalten eine monatliche

Entgeltgruppenzulage in Höhe von 105,00 €.

Entgeltgruppe

Anforderungen

E 15 1. Mitarbeiter mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulbildung und

entsprechender Tätigkeit oder sonstiger Mitarbeiter, der aufgrund gleichwertiger

Fähigkeiten und seiner Erfahrung eine entsprechende Tätigkeit ausübt, dessen

Tätigkeit sich durch das Maß der damit verbundenen Verantwortung erheblich aus

der Entgeltgruppe 14 heraushebt.

E 14 1. Mitarbeiter mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulbildung und

entsprechender Tätigkeit oder sonstiger Mitarbeiter, der aufgrund gleichwertiger

Fähigkeiten und seiner Erfahrung eine entsprechende Tätigkeit ausübt, dessen

Tätigkeit sich durch besondere Schwierigkeit und Bedeutung aus der Entgeltgruppe

13 heraushebt.

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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E 13 1. Mitarbeiter mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulbildung und

entsprechender Tätigkeit oder sonstiger Mitarbeiter, der aufgrund gleichwertiger

Fähigkeiten und seiner Erfahrung eine entsprechende Tätigkeit ausübt.

E 12 1. Mitarbeiter mit Tätigkeit, die sich durch das Maß ihrer Verantwortung erheblich aus

Entgeltgruppe 11 heraushebt.

E 11 1. Mitarbeiter mit Tätigkeit, die sich aus der Entgeltgruppe 9, Fallgruppe 1 durch

besondere Schwierigkeit und Bedeutung heraushebt.

E 10 1. Mitarbeiter, dessen Tätigkeit sich mindestens zu einem Drittel durch besondere

Schwierigkeit und Bedeutung aus der Entgeltgruppe 9, Fallgruppe 1 heraushebt.

E 9 1. Mitarbeiter, dessen Tätigkeit sich dadurch aus der Fallgruppe 2 heraushebt, dass sie

besonders verantwortungsvoll ist. *

2. Mitarbeiter, dessen Tätigkeit gründliche, umfassende Fachkenntnisse und

selbstständige Leistungen erfordert. (Entsprechende Kenntnisse oder Fertigkeiten

müssen sich nicht auf die gesamte Breite und Tiefe des im Rahmen der

vorausgesetzten Ausbildung vermittelten fachlichen Wissens und Könnens beziehen,

sondern auf den Teil, der für diese oder gleichwertige Tätigkeiten erforderlich ist.).

3. Mitarbeiter, dessen Tätigkeit gründliche und vielseitige Fachkenntnisse und

selbstständige Leistungen erfordert. (keine Stufe 5 und 6 sowie Stufe 3 nach 5 Jahren

in Stufe 2, Stufe 4 nach 9 Jahren in Stufe 3)

4. Mitarbeiter, dessen Tätigkeit sich dadurch aus der Entgeltgruppe 6, Fallgruppe 2

heraushebt, dass er aufgrund der angegebenen tatsächlichen Verhältnisse Entgelte

einschließlich der Krankenbezüge und Urlaubsentgelte selbstständig errechnet und

die damit zusammenhängenden Arbeiten (z. B. Feststellen der Versicherungspflicht

in der Sozialversicherung und der Zusatzversicherung, Bearbeiten von Abtretungen

und Pfändungen) selbstständig ausführt sowie den damit zusammenhängenden

Schriftwechsel selbstständig führt. (keine Stufe 5 und 6 sowie Stufe 3 nach 5 Jahren

in Stufe 2, Stufe 4 nach 9 Jahren in Stufe 3)

Anmerkung:

Im Verwaltungsdienst ist zur Übertragung einer Tätigkeit nach Entgeltgruppe 9,

Fallgruppe 1 und 2 oder höher der erfolgreiche Abschluss der Zweiten

Verwaltungsprüfung, des Angestelltenlehrgangs II oder eines für die Tätigkeit

dienlichen Bachelor-Studiengangs Voraussetzung.

E 8 1. Mitarbeiter, dessen Tätigkeit gründliche und vielseitige Fachkenntnisse und zu

mindestens einem Drittel selbstständige Leistungen erfordert.

2. Mitarbeiter, dessen Tätigkeit sich dadurch aus der Entgeltgruppe 6, Fallgruppe 3

heraushebt, dass er aufgrund der angegebenen tatsächlichen Verhältnisse die für die

Errechnung und Zahlbarmachung der Dienst- oder Versorgungsbezüge, Entgelte

einschließlich der Krankenbezüge und Urlaubsentgelte im DV-Verfahren

notwendigen Merkmale und die sonstigen Anspruchsvoraussetzungen feststellt, die

erforderlichen Arbeiten (z. B. Feststellen der Versicherungspflicht in der

Sozialversicherung und der Zusatzversicherung, Bearbeiten von Abtretungen und

Pfändungen) und Kontrollen zur maschinellen Berechnung verantwortlich vornimmt

sowie den damit zusammenhängenden Schriftwechsel selbstständig führt.

Anmerkung zu Fallgruppe 2:

1. Zu den Dienst- und Versorgungsbezügen und den Entgelten im Sinne dieses

Tätigkeitsmerkmals gehören gegebenenfalls auch sonstige Leistungen, z. B.

Kindergeld, Beitragszuschuss nach § 257 SGB V und vermögenswirksame

Leistungen.

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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2. Das Tätigkeitsmerkmal ist auch erfüllt, wenn der Mitarbeiter das Besoldungsdienstalter

erstmals, die ruhegehaltfähigen Dienstbezüge erstmals, die ruhegehaltfähige

Dienstzeit, die Beschäftigungszeit, die Dienstzeit sowie das Tabellenentgelt nach

§§ 14 und 15 bei Einstellung nicht festzusetzen, keine Widerspruchsbescheide zu

erteilen und Abtretungen und Pfändungen nicht zu bearbeiten hat.

E 7 1. Mitarbeiter, dessen Tätigkeit gründliche und vielseitige Fachkenntnisse und zu

mindestens einem Fünftel selbstständige Leistungen erfordert.

E 6 1. Mitarbeiter, dessen Tätigkeit gründliche und vielseitige Fachkenntnisse erfordert.

2. Mitarbeiter, dessen Tätigkeit sich dadurch aus der Entgeltgruppe 5 Fallgruppe 2

heraushebt, dass er aufgrund der angegebenen Merkmale Dienst- oder

Versorgungsbezüge, Entgelte einschließlich der Krankenbezüge und Urlaubsentgelte

selbstständig errechnet.

3. Mitarbeiter, der aufgrund der angegebenen Merkmale die für die Errechnung und

Zahlbarmachung der Dienst- oder Versorgungsbezüge, Entgelte einschließlich der

Krankenbezüge und Urlaubsentgelte im DV-Verfahren erforderlichen Arbeiten und

Kontrollen zur maschinellen Berechnung verantwortlich vornimmt.

Anmerkung:

Zu den Dienst- und Versorgungsbezügen und den Entgelten im Sinne dieses

Tätigkeitsmerkmals gehören gegebenenfalls auch sonstige Leistungen, z. B. Kindergeld,

Beitragszuschuss nach § 257 SGB V und vermögenswirksame Leistungen.

E 5 1. Mitarbeiter mit Tätigkeit, die gründliche Fachkenntnisse erfordern

2. Berechner von Dienst- oder Versorgungsbezügen, von Entgelten einschließlich der

Krankenbezüge oder Urlaubsentgelte, dessen Tätigkeit gründliche Fachkenntnisse

erfordert.

Anmerkung:

Die Übertragung von Tätigkeiten nach Entgeltgruppe 5 setzt grundsätzlich das

Vorliegen einer förderlichen Berufsausbildung nach dem BBiG voraus.

Anmerkung zu Fallgruppe 1:

Erforderlich sind nähere Kenntnisse von Gesetzen, Verwaltungsvorschriften und

Bestimmungen des Aufgabenkreises.

Anmerkung zu Fallgruppe 2:

Zu den Dienst- und Versorgungsbezügen und den Entgelten im Sinne dieses

Tätigkeitsmerkmals gehören gegebenenfalls auch sonstige Leistungen, z. B. Kindergeld,

Beitragszuschuss nach § 257 SGB V und vermögenswirksame Leistungen.

E 4 1. Mitarbeiter mit schwieriger Tätigkeit

2. Mitarbeiter, dessen Tätigkeit sich dadurch aus der Entgeltgruppe 3 heraushebt, dass

sie mindestens zu einem Viertel gründliche Fachkenntnisse erfordert (Erforderlich

sind nähere Kenntnisse von Gesetzen, Verwaltungsvorschriften und Bestimmungen

des Aufgabenkreises.)

E 3 1. Mitarbeiter mit Tätigkeit, für die eine eingehende Einarbeitung bzw. ein fachliches

Anlernen erforderlich ist, die über eine Einarbeitung im Sinne der Entgeltgruppe 2

hinausgeht.

E 2 1. Mitarbeiter mit einfacher Tätigkeit

Anmerkung:

Einfache Tätigkeiten sind Tätigkeiten, die keine Vor- und Ausbildung, aber eine

Einarbeitung erfordern, die über eine sehr kurze Einweisung oder Anlernphase

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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hinausgeht.

Einarbeitung dient dem Erwerb derjenigen Kenntnisse und Fertigkeiten, die für die

Beherrschung der Arbeitsabläufe als solche erforderlich sind.

E 1 1. Mitarbeiter mit einfachster Tätigkeit

Anmerkung:

Einfachste Tätigkeiten üben z. B. aus

- Essen- und Getränkeausgeber,

- Hilfskraft im Hauswirtschaftsbereich

- Raumpfleger und Reiniger

- Hausarbeiter und

- Hausgehilfe

Anlage 5 „Entgelttabelle“

(alle Beträge in €)

Grundentgelt Entgeltgruppe Entwicklungsstufen

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6

15 3.540 3.925 4.075 4.585 4.975

14 3.210 3.555 3.760 4.075 4.550

13 2.965 3.285 3.455 3.795 4.270

12 2.695 2.980 3.395 3.755 4.225

11 2.595 2.875 3.080 3.395 3.850

10 2.505 2.775 2.980 3.185 3.580

9 2.215 2.455 2.575 2.910 3.170

8 2.085 2.310 2.415 2.510 2.610 2.685

7 1.955 2.160 2.305 2.405 2.485 2.560

6 1.920 2.125 2.230 2.325 2.395 2.465

5 1.840 2.035 2.130 2.235 2.305 2.355

4 1.750 1.935 2.060 2.135 2.205 2.250

3 1.725 1.910 1.955 2.045 2.105 2.155

2 1.595 1.755 1.810 1.865 1.975 2.100

1 1.420 1.445 1.480 1.505 1.585

Die Wechselschichtzulage nach § 8 Abs. 6 beträgt 105,00 € monatlich.

Die Wechselschichtzulage nach § 8 Abs. 6 beträgt 0,63 € pro Stunde.

Die Schichtzulage nach § 8 Abs. 7 beträgt 40,00 € monatlich.

Die Schichtzulage nach § 8 Abs. 7 beträgt 0,24 € pro Stunde.

Der kinderbezogener Entgeltbestandteil nach § 17 beträgt monatlich 93,20 €.

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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Anlage 6 „Beschäftigungssicherung“

§ 1

Vorübergehende Absenkung der Personalkosten

Zur Abwendung betriebsbedingter Kündigungen infolge einer festgestellten wirtschaftlichen

Notlage i. S. des § 27 Absatz 1 kann für die Mitarbeiter einer Dienststelle oder Einrichtung i. S. des

§ 1 durch die Dienstvereinbarung zwischen der Dienststellenleitung und der Mitarbeitervertretung

festgelegt werden, dass die Personalkosten vorübergehend bis zu maximal zehn Prozent abgesenkt

werden. Das kann betreffen:

a) die jährliche Sonderzahlung,

b) die wöchentliche Arbeitszeit,

c) sonstige Vergütungsbestandteile.

In der Dienstvereinbarung kann festgelegt werden, dass der einzelne Mitarbeiter gegenüber der

Leitung erklären kann, welche der Möglichkeiten der Buchstaben a) bis c) er in Anspruch nehmen

will.

§ 2

Dienstvereinbarung

(1) Voraussetzung für den Abschluss einer Dienstvereinbarung gemäß § 2 ist, dass der Dienstgeber

der Mitarbeitervertretung vor Abschluss der Dienstvereinbarung die wirtschaftliche Situation der

Einrichtung darlegt. Dazu ist der Einblick in die dafür erforderlichen Unterlagen zu gewähren und die

unmittelbare Unterrichtung durch den Sachverständigen gemäß § 27 Absatz 1 zu ermöglichen.

Dienststellenleitung und Mitarbeitervertretung haben vor Abschluss der Dienstvereinbarung zu prüfen,

ob es andere Möglichkeiten zur Überwindung der wirtschaftlichen Notlage gibt.

(2) Voraussetzung ist ferner, dass in die Dienstvereinbarung aufgenommen werden:

1. die Gründe, die zur vorübergehenden Absenkung führen;

2. die Bereitschaftserklärung des Dienstgebers, ein Konzept zur Überwindung der wirtschaftlichen

Notlage zu entwickeln;

3. die Verpflichtung des Dienstgebers, während der Laufzeit der Vereinbarung keine

betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen;

4. ob und welche Mitarbeiter aus sozialen Gründen ganz oder teilweise von der vorübergehenden

Absenkung ausgenommen werden sollen;

5. die Laufzeit der vorübergehenden Absenkung und die Verpflichtung des Dienstgebers, nach Ende

der Laufzeit die festgelegten Bezüge gemäß der KAVO-MP zu bezahlen.

(3) Es wird ein gemeinsamer Ausschuss zwischen Mitarbeitervertretung und Dienststellenleitung

gebildet, in dem laufend die Umsetzung des Konzeptes zur Überwindung der wirtschaftlichen Notlage

beraten wird. Der Ausschuss hat während der Laufzeit zu prüfen, ob die Senkung der Personalkosten

in der vereinbarten Höhe notwendig ist. Die Mitglieder der Dienststellenleitung und die Mitglieder der

Mitarbeitervertretung des Ausschusses sind berechtigt, zu den Sitzungen sachkundige Personen gemäß

§ 25 MVG.EKD hinzuzuziehen.

(4) Mitarbeitervertretung und Leitung sind berechtigt, die Dienstvereinbarung jederzeit fristlos aus

wichtigem Grund zu kündigen. Ein wichtiger Grund ist insbesondere gegeben, wenn die

Dienststellenleitung gegen das Kündigungsverbot gemäß Absatz 2 Nr. 3 verstößt oder ein

Betriebsübergang gemäß § 613 a BGB stattfindet.

Die Laufzeit der Dienstvereinbarung endet vorfristig, wenn die Mitarbeitervertretung nicht mehr

besteht und Neuwahlen nicht eingeleitet sind.

(5) Die Dienstvereinbarung ist vor ihrem In-Kraft-Treten der Arbeitsrechtlichen Kommission zur

Genehmigung vorzulegen. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die Voraussetzungen der Absätze 1

und 2 eingehalten sind.

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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Anlage 7 „Orientierungsrahmen – Arbeitszeit Gemeindepädagogen“

Orientierungsrahmen

zur Arbeitsplatzbeschreibung und Arbeitszeitbewertung für gemeindepädagogische

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in gemeindlichen/regionalen Arbeitsbezügen

(veröffentlicht als Anlage der mecklenburgischen „Richtlinie für die Arbeit der

gemeindepädagogischen Mitarbeiter/innen in kirchgemeindlichen Stellen“ (KABL 2011 S. 7))

Vorbemerkung:



gemeindepädagogischen Arbeitsfeldern. Alle genannten Zeiten sind als Orientierungsrahmen zu

verstehen. Die Arbeitsschwerpunkte der Kirchgemeinde sind gemeinsam zu beraten und in der

Jahresplanung der gemeindepädagogischen Mitarbeiterin/des Mitarbeiters zu berücksichtigen.

Dieses Papier dient der Gewichtung von Aufgaben sowie dem Berechnen von Arbeitszeiten in



gelegt.

Für die Jahresarbeitszeit werden 46 Arbeitswochen mit je 40 Arbeitszeitstunden (h) zugrunde



Arbeitsplatzbeschreibung eine entsprechende Schwerpunktsetzung erfolgen. Teilzeitstellen im

Umfang von 25 % sollten nicht angestrebt werden, da in ihnen zu wenig Zeit für die

Weiterentwicklung gemeindepädagogischer Arbeit zur Verfügung steht.

40 Wochenstunden entsprechen einer Vollzeitbeschäftigung. Bei Teilzeitstellen muss für die



Urlaubszeit bereits berücksichtigt).

Die Gesamtjahresarbeitszeit beträgt bei Vollbeschäftigung 1.840 Stunden (durchschnittliche



geringerer Arbeitsstunden ausgeglichen werden. Laut Kirchlicher Arbeitsvertragsordnung

(KAVO-MP) sind Urlaub und der Mehraufwand an Arbeitszeit sowie der daraus resultierende

Freizeitausgleich mit der Dienstaufsicht zu regeln.

Zeitweiliger Mehraufwand an Arbeitsstunden soll innerhalb eines halben Jahres durch Zeiten



Fahrt zu Konventen).

Fahrzeiten innerhalb des Arbeitsbereiches sind der Arbeitszeit zuzurechnen. (z. B. Hausbesuche,



Für Gruppengrößen gilt der Richtwert von mindestens 8 Teilnehmenden.



ist der Dienst- und Fachaufsicht regelmäßig vorzulegen.

Die gemeindepädagogische Mitarbeiterin/der Mitarbeiter führt einen Arbeitszeitnachweis. Dieser



Dienstzeit am Leben der Gemeinde beteiligt.

Es wird davon ausgegangen, dass sich die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter auch außerhalb der

Gesamtübersicht

Aufgabenschwerpunkte Zeitumfang der gesamten Arbeitszeit

1. Gruppen und Einzelne begleiten

1.1 Gruppenarbeit

1.2 Einzelne aufsuchen

ca. 45 %

2. Räume eröffnen – Zusammenarbeit

im Gemeinwesen

ca. 20 %

3. Projekte mit Übernachtungen ca. 10 %

4. Eigene Ressourcen entwickeln ca. 15 %

5. Verwaltung max. 5 %

6. Sonderaufgaben ca. 5 %

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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Detailübersicht

Aufgabenschwerpunkte 100%

= jährlich

1840 h

75 %

= jährlich

1380 h

50 %

= jährlich

920h

1. Gruppen und Einzelne begleiten Zeitumfang ca. 45 %

1.1 Gruppenarbeit

1.1.1 Regelmäßige thematische

Gruppenstunde, z. B. Christenlehre,

weitere Kindergruppen, inkl.

Kontakten, Präsenz davor und danach

2,5 h

1

pro

Gruppenstunde

1.1.2 Regelmäßige freizeit- und themenpädagogische

Angebote, z. B. Junge

Gemeinde

4,5 h

2

pro

Veranstaltung

1.1.3 Regelmäßiges Bildungsangebot, z. B.

Gruppenarbeit mit Erwachsenen

3 h

3

pro

Veranstaltung

1.1.4 Kinder-, Jugend-, Familientage,

besondere kirchenjahreszeitliche

Angebote z. B. Krippenspiel (ohne

Übernachtung)

………………………………………

Kinderbibelwoche (ohne Übernachtung)

3 – 8 h

3

...............................................................

3 – 10 h

3

pro

Veranstaltung

………………

pro Tag

1.1.5 Familien- und Jugendgottesdienste,

Feste

15 h

4

pro

Veranstaltung

1.1.6 Kindergottesdienst 2 h

1

pro

Veranstaltung

1.1.7 musisch-kulturelle Arbeit 2,5 h

pro

Veranstaltung

1.2 Einzelne aufsuchen

1.2.1 seelsorgerliche Begleitung

1.2.2 Erstkontakte und regelmäßige Besuche,

z. B. mit Familien- oder

Taufelternbriefen

4 h 3 h 2 h pro Woche

2. Räume eröffnen – Zusammenarbeit im

Gemeinwesen

Zeitumfang ca. 20 % pro Woche

2.1 Gewinnung und Begleitung ehren- und

nebenamtlicher Mitarbeiter, z. B.

Kindergottesdienstkreis

1 – 3 h pro Woche

2.2 Regionale Zusammenarbeit mit

Netzwerkarbeit, z. B. Eltern,

Kindergarten, Sponsoren, weitere

Kirchgemeinden, schulkooperative

Projekte u. a.

2 – 5 h pro Woche

2.3 Öffentlichkeitsarbeit / Kontakte, z. B.

Stadtteiltisch

1 – 3 h pro Woche

Kirchliche Arbeitsvertragsordnung Mecklenburg-Pommern (KAVO-MP) vom 9. November 2012

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2.4 Gremienarbeit, z.B. Kreiskonferenz

Jugendhilfe

2 – 3 h pro Monat

3. Projekte mit Übernachtungen Zeitumfang: 10 %

3.1 Freizeiten / Rüstzeiten / Fahrten /

Exkursionen

………………………………………

………

Vor-, Nachbereitung, Organisation

Fördermittel, Werbung

10 h

……………………………………………

6 h

pro Tag

………………

pro Rüstzeit

4. Eigene Ressourcen entwickeln Zeitumfang: 15 %

4.1 Selbststudium, Sichten von

Fachliteratur, Konzeptentwicklung

2 h 2 h 2 h pro Monat

4.2 Eigene Fortbildung und Supervision 7 Tage pro Jahr

4.3 dienstliche Tagungen mit

Übernachtungen, z. B. MAT als

Teilnehmer/in

8 h pro Tag

4.4 Mitarbeiter- und Fachkonvente,

Klausuren

4 h 4 h 4 h pro Monat

4.5 Dienstbesprechungen, Gespräche mit

der Fachaufsicht, Absprachen

4 h 3 h 2 h pro Monat

5. Verwaltung Zeitumfang max. 5 %

5.1 Arbeitsbereichsbezogene Verwaltung

(Stundennachweis, Fahrtenbuch,

Arbeitsbericht, Jahresplanung)

2 h 2 h 2 h pro Monat

6. Sonderaufgaben Zeitumfang ca. 5 %

6.1 Transport von Kindern 4 h

6.2 Unvorhergesehenes / Unplanbares 8 h 8 h 4 h pro Monat

6.3 Mentorentätigkeit (nur in Absprache mit

Dienst- und Fachaufsicht)

8 h 8 h - pro Monat

5 4 h 2 h pro Monat

1

1 Stunde Vorbereitung, 1 Stunde Durchführung, 0,5 Stunden Nachbereitung.

2

Präsenzzeit

1 Stunde Vorbereitung, 1 Stunde Durchführung, 0,5 Stunden Nachbereitung + 2 Stunden

3

incl. Vor- und Nachbereitung, Werbung und realer Durchführungszeit

4

Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung, Werbung, Mitarbeiterteam bilden

5

 

wenn es mehr Zeit braucht, muss es begründet werden 

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