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Küster im Kirchenkreis Mecklenburg

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland

Die Paulskirche in Schwerin

Erhaben steht sie in Nähe des Bahnhofs und des Pfaffenteiches, die Paulskirche.
Sie ist noch jung. Grade mal 150 Jahre wird diese neugotische Backsteinkirche in diesem Jahr.
Vor 150 Jahren wuchs die Stadt unaufhörlich, der Dom als zentrales Gotteshaus konnte die vielen Gläubigen nicht mehr aufnehmen.
So wurde 1863 der Grundstein für eine neue Kirche gelegt.
Steht man auf der Schlossbrücke mit dem Rücken zum Schloss, sieht man den Turm und das Portal der Paulskirche. Die Kirche steht in Sichtachse zum Schloss und gehört mit zur Residenz.
Theodor Kliefoth begleitete den Kirchenbau als Theologe und Oberkirchenratspräsident, Theodor Krüger war maßgeblich als Architekt beteiligt.
In nur sechs Jahren wurde die Kirche fertiggestellt und am 29. Juni 1869 feierlich geweiht.
Der Großherzog liebte die Musik, und so wurde die Paulskirche Aufführungsstätte für große und kleine Konzerte bis in unsere Zeit.
Mit einer Orgel des Orgelbaumeisters Friedrich Friese III wurde und wird jedes Konzert zum Erlebnis, auch im Winter, da die Kirche schon immer beheizbar war.
Die Paulskirche hat alle Wirren der Kriege überstanden, und so kann man noch heute die überaus schönen farbigen Glasfenster im Chorraum bewundern, auf denen Geschichten des Alten und Neuen Testamentes und der mecklenburgischen Kirchengeschichte dargestellt sind.
Das Altargemälde, die Schnitzereien an der Kanzel und am Altar und das Gestühl sind original erhalten. Nur die Bronzeglocken fielen den Kriegen zum Opfer.
Wie in fast jeder anderen Kirche gibt es auch bei uns erwähnenswerte Besonderheiten. So wird unter jedem Fenster das Kondenswasser über eine Rinne und ein im Mauerwerk verlaufendes Rohr in einem Behälter aufgefangen. Ist der Behälter voll, tropft das Wasser aus einem Drachenkopf eines Wasserspeiers heraus. Dies muss in früheren Jahren öfter passiert sein, man sieht heute noch deutliche Spuren davon.
Bemerkenswert ist auch der eiserne Dachstuhl, der 2017 aufwendig saniert wurde, ebenso die Kreuzblume, die nach altem Vorbild neu geschaffen wurde.
In den Kellerräumen unter dem Altarraum hat die evangelische Jugend mit ihrer freien Jugendarbeit seit mehr als 30 Jahren eine Anlaufstelle gefunden.

Ich lade Sie/euch ein. Diese Kirche muss man gesehen haben.
Alle Veranstaltungen zum Kirchweihjubiläum stehen auf unserer Internetseite. Es lohnt sich.
Meike van der Wall,
Küsterin der Paulskirche

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